Erkältungszeit und Immunstärkung

Na, wieder fit? Oder immer noch gesund? Prima!
Dann möchte ich heute, wie versprochen, hier ein paar bewährte, erfahrungsheilkundliche Methoden teilen, wie Du Dein Immunsystem dauerhaft auf Trab hältst und hoffentlich in Zukunft noch weniger krank wirst.
Das läßt sich natürlich immer noch optimieren, aber ich glaube, wenn ich heute mit allem ankomme, was wir für unsere Gesundheit tun können, wird ein Buch daraus. :-) Daher ein paar einfach umzusetzende Tipps zur Immunstärkung und Abhärtung gegen Erkältungen.

Wie der Name Erkältung schon sagt, bekommt man diese nervigen Virusinfekte meistens bei kaltem Wetter bzw. wenn man sich unterkühlt hat. An der Uni haben wir zwar noch gelernt, dass es sich rein um eine Ansteckung mit über die Luft verbreiteten Viren handelt, vor allem beim im Winter häufigen Aufenthalt in Räumen, aber auch da hat man eingelenkt, dass bei kalter Luft, die Schleimhäute mangels guter Durchblutung anfälliger sind usw. und wir alle wissen, dass es vor allem bei wechselndem Schmuddelwetter viele Menschen trifft.
Dem würde auch die Ayurvedische Medizin zustimmen, da die Kälte die Doshas Vata und Kapha aggraviert und damit anfälliger macht. Es ist also mal wieder ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Spannend hier auch der Fakt, dass kalte Hände und Füße zu einer reflektorischen Durchblutungsminderung der Schleimhäute führen –  es hängt eben doch alles zusammen!

Und da haben wir auch schon den ersten Punkt, wo wir ansetzen können: Abhärtung! Ein altbewährtes Konzept, bei dem es nicht darum geht, sich regelrecht zu quälen – nach dem Motto „was uns nicht umbringt, macht uns härter“ – sondern sanft, aber kontinuierlich den Körper an Temperaturwechsel zu gewöhnen und die Durchblutung und Anpassungsfähigkeit zu trainieren. Das heißt, man setzt sich freiwillig immer wieder kontrolliert gewissen (Temperatur-) Reizen aus, um den Körper daran zu gewöhnen und stabiler zu machen. Dafür eignet sich z.B. der regelmäßige Saunabesuch, die bekannten kneippschen Anwendung mit wechselwarmen Fußbädern und Güssen, z.B. ganz simpel nach der heißen Dusche, nochmal kalt abduschen. Im Extrem kann man natürlich auch Winterschwimmen betreiben oder (das ist gar nicht so schlimm :-) auch mal bei kaltem Wetter barfuß laufen.
Wichtig ist: immer zum Abschluss wieder warm zu sein!

Auch moderater, regelmäßiger Sport ist nicht zu vergessen, am besten im Freien – ein Hund wirkt hier Wunder….

Außerdem können wir dafür sorgen, dass unser Körper und damit die Doshas möglichst immer in  Balance sind.
Also gerade jetzt auf die ersten Anzeichen achten, wie Abgeschlagenheit, trockene Schleimhäute, Hustenreiz etc. und direkt gegensteuern mit mehr Ruhe, warmem Kräutertee, einem warmen Bad, Ölziehen und Nasyas usw.

Auch braucht der Körper die nötigen Bausteine, um ein funktionierendes (Immun-) System auf die Beine zu stellen. Hier hat sich gezeigt, dass Säugetiere, die ihr Vitamin C noch selbst herstellen und es nicht wie wir (und die Meerschweinchen) von außen aufnehmen müssen, massive Schwankungen in der Produktion haben, je nach Bedarf.

Also ist es durchaus wahrscheinlich, dass auch wir in solchen vulnerablen Phasen deutlich mehr davon benötigen, als irgendwann einmal anhand von Durchschnittswerten und Statistiken (wenn überhaupt) festgelegt wurde. Auch Zink macht durchaus Sinn, am besten nach vorheriger Blutspiegelbestimmung.

Eine gute Versorgung mit Vitamin D ist ebenfalls von Nutzen, vor allem vor dem Hintergrund, dass sehr viele Menschen in Deutschland vor allem im Winter unterversorgt sind. Hier lohnt es sich aus vielerlei Gründen, auf die ich gerne ein andermal eingehe, den Blutspiegel bestimmen zu lassen und ggf. (höchstwahrscheinlich !) ein Vitamin D Präparat einzunehmen. Ein optimaler Spiegel liegt übrigens bei 40-60µg/l, je nach Quelle sogar noch höher.

Ebenso empfehle ich vor allem im Winter die Einnahme eines möglichst natürlichen Multivitaminpräparats, um einfach einmal den Rundumschlag zu machen. Ich persönlich bevorzuge hier Frischsaftkonzentrate über Pillen, um so nah es geht, an der Natur dranzubleiben. Auch grüne Smoothies über das Jahr mit saisonalem Gemüse und Obst sind eine gute Sache. Hier kann man auch die ganzen ‘Abfälle’, wie Karottengrün, Kohlrabiblätter etc. verwerten. Qualitativ hochwertige, frische Nahrung ist natürlich insgesamt sehr sinnvoll.

Jetzt merke ich, dass ich doch in die allgemeinen Gesundheitstipps reinrutsche und noch eine ganze Menge schreiben könnte, aber das verteile ich lieber, auf mehrere Blogs. ;-)

Bleibt gesund und munter und genießt das Winterwetter, das uns jetzt für ein paar Tage erreicht!