Fastenzeit? Fastenzeit! Teil 4

Im heutigen letzten Teil dieser kurzen Serie möchte ich noch ein paar andere bekannte Arten des Fastens ansprechen. Hier handelt es sich durchweg um sogenannte Fastenkuren, also eine Umstellung bzw. ein Verzicht auf (bestimmte) Nahrungsmittel über einen längeren Zeitraum hinweg, die allesamt unter dem Begriff des Heilfastens laufen.

Gefastet werden kann je nach Konstitution von wenigen Tagen bis zu einem Monat, was natürlich auch tiefgreifende Effekte auf Psyche und spirituelles Erleben haben kann und dies meist auch zum Ziel hat. Der Verzicht auf feste Nahrung oder auch nur bestimmte Nahrungsmittel über einen solchen Zeitraum erfordert eine ungeheure Willensstärke und Motivation. Aber selbst für eine kürzere Kur muss man doch etwas Zeit einplanen und auch einiges an Organisatorischem.

Meist erfolgen begleitend gezielte Reinigungsmaßnahmen wie Einläufe, Leberwickel und Schwitzbäder.

Der Erfolg ist allerdings meist drastisch und kann bei guter Anleitung Linderung bei vielen Erkrankugen bringen. 

Eine Kur länger 5-7 Tage sollte allerdings durch einen Fastenarzt oder erfahrenen Therapeuten begleitet werden. Ebenso wenn bei Dir eine Diagnose vorliegt. Erst wenn Du schon einige Erfahrung sammeln konntest und weißt, was zu beachten ist, kannst Du das in Eigenregie durchführen.

Da ich nicht bei allen ins Detail gehen kann – das würde den Rahmen sprengen – will ich Dir nur ein paar Grundlagen dazu erläutern, so dass Du schauen kannst, ob davon eventuell etwas Dein Interesse weckt.

Dann kannst Du im unerschöpflichen Internet weiterforschen oder auch gerne nochmal bei mir nachfragen.

  • Die traditionelle Variante ist der komplette Verzicht auf Nahrung und Energiezufuhr. Es wird also nur Wasser und bestenfalls Kräutertee getrunken. Da dies aber für viele Menschen zu zehrend ist, gibt es unzählige ‘weichere’ Varianten.
  • Beim Heilfasten nach Otto Buchinger wird die Energiezufuhr deutlich reduziert. Gemüsebrühe, Säfte und etwas Honig sind erlaubt. Hinzu kommen Einläufe zur Darmreinigung, täglich körperliche Bewegung, Trockenbürsten und Leberwickel
  • Beim Fasten nach FX Mayr geht es viel auch um das bewusste Kauen und Einspeicheln der Nahrung bei gleichzeitiger Entlastung der Verdauung. Bekannt ist diese Kur auch als die „Milch-Semmel-Diät“.
  • Beim Saftfasten werden Obst- und Gemüsesäfte getrunken, frisch hergestellt und , wie etwa bei der Breuß-Kur.
  • Auch die ayurvedische Pancha Karma Kur hat sich der Reinigung des Körpers verschrieben. Hier kommen zusätzlich zu Anregung der Verdauung und Schonkost diverse Ausleitungsverfahren und Massagen
  • Basenfasten wiederum ist kein Fasten im eigentlichen Sinn, da man sich während der Kur satt essen kann. Erlaubt sind vitalstoffreiche und vor allem basenbildende Mahlzeiten aus frischem Gemüse und Kräutern sowie Obst und gute Fette und Öle. Diese Art der Ernährung kann und sollte durchaus auch über einige Wochen durchgeführt werden, da sie nährend ist und gleichzeitig den Organismus entlastet.

Zum Abschluss noch ein Rezept für eine basische Suppe, die sich auch super für die Tage vor und nach dem Intervallfasten eignet.

Hippokrates Suppe:
4 Stiele vom Staudensellerie
1 Zehe Knoblauch
2 mittelgroße Zwiebeln
0,5-1 kg Tomaten (Stielansatz herausschneiden)
0,5 kg Kartoffeln
ca. 3 Stengel Petersilie
1-7 Gewürznelken
ggf. noch eine kleine Petersilienwurzel

Alle Zutaten zerkleinern, in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und ca. 1,5 Stunden leicht köcheln lassen.

Wenn Du gerne mehr Rezepte hättest, Deine Erfahrungen teilen möchtest oder Fragen hast, dann schreib einfach hier in die Kommentare oder schick mir eine Mail an petra@drpetrabarron.de.