Vogelsterben

Jetzt im Frühjahr hören wir sie zwar wieder überall, aber es sind tatsächlich weniger als noch vor wenigen Jahrzehnten… es gibt immer weniger Vögel! Und vor allem immer weniger verschiedene Arten.
Klar, dass in dieser Zeit auch viel darüber zu lesen ist. Deshalb möchte ich hier auch gar nicht so genau auf die Gründe und Zahlen eingehen, die kannst Du überall finden, wenn Du magst. Und dass industrialisierte Landwirtschaft und viele Gärten Vögeln weder Brutstätten noch ausreichend Futter bieten, ist uns ja eigentlich allen klar. Dazu noch das Insektensterben und das Bild ist komplett.

Warum ich das aber heute schreibe, liegt an einem Artikel aus der Zeitbeilage Wissen, die mir mein Vater im Skiurlaub letzte Woche unter die Nase gehalten hat. Der Ornithologe schreibt hier nämlich auch darüber, wie einfach es ist, bei uns vor der Haustüre etwas zu ändern. Und das möchte ich gerne mit Euch teilen!

Auch ich werde tunlichst dafür sorgen, dass mein Garten kein typisch deutscher Psychopathengarten wird, wie er so schön schreibt – nämlich mit kurz geschnittenem Rasen, kaum Bäumen und Büschen, möglichst exotischen Pflanzen und einfach zu ordentlich. :-) Stattdessen soll es eine Totholzhecke geben, reichlich Büsche und Hecken und vor allem Futter! 

Ich erinnere mich noch, dass es immer hieß, man solle Vögel nur im Winter füttern, da sie sonst ‘verlernten’ selbst nach Futter zu suchen –  das stimmt offensichtlich nicht. Im Gegenteil, vor allem in der Brutzeit und für die Aufzucht der Jungen finden die Eltern kaum noch ausreichend Insekten und schaffen es kaum, sich selbst noch alle Jungtiere zu ernähren.

Also jetzt heißt es raus mit dem Futterhäuschen! Am besten randvoll mit Sonnenblumenkernen und anderen Sämereien. Bei uns ist zur Zeit tatsächlich wesentlich mehr Betrieb, als den ganzen Winter. Vor allem, erzählt das so vielen Menschen wie möglich, dann können wir wirklich etwas erreichen.

Und wenn Euch jetzt wo alles blüht die Gartenlust packt, legt vielleicht ein Stück wunderschöne Insektenweide an und im Herbst die Totholzhecke. Blühende, heimische Sträucher, Beeren und Obstbäume lassen im Winter sogar noch Futter-Reste für die Tiere und  machen sich auch sehr gut in unseren Gärten.

Wen das Thema noch mehr interessiert – hier das Interview, in dem es auch darum geht, wie man in jeder Gemeinde Biotope aufbauen kann und wie effektiv das ist, um unsere heimischen Tiere zu schützen.