Weihnachten ´19 – Geben und (sich) Verschenken

Weihnachten, Fest der Liebe und Fest des Gebens.

Über was freust Du Dich am meisten?
Was verschenkst Du dieses Jahr? Dich selbst?

An Weihnachten macht man sich Geschenke. Das ist schön. 

In unserer durch Werbung und Konsum gesteuerten Welt bedeutet das meist, man gibt sich gegenseitig “etwas”, von dem man glaubt, dass es der andere gern hätte oder vielleicht sogar braucht.

Schön soll es sein und vielleicht sogar ein bisschen teuer, damit der Beschenkte sieht, wie wichtig er uns ist. Außerdem bekommen und verschenken die anderen, die Nachbarn, der Rest der Familie ja auch so viel. Da will man ja nicht als geizig dastehen.

Und weil man ja oft an so viele verschiedene Menschen denken muss und dann will ja auch noch das Weihnachtsfest organisiert sein, der Adventsbasar und die Firmenweihnachtsfeier, wird Weihnachten für viele von uns zum Stress.

Da bleibt dann vor lauter Geben nicht mehr viel übrig für das Fest der Liebe. Stattdessen haben die meisten gerade vor Weihnachten riesige To-Do-Listen, privat und beruflich, da man ja das alte Jahr gut abschließen möchte. Selbst Weihnachtsfeiern, die ja eigentlich Freude bereiten sollten, werden so oft zum Pflichtprogramm – einem weiteren Punkt auf der To-Do-Liste, der abgearbeitet werden möchte. 

Am Ende haben wir dann oft im Außen ein “Hochglanz- Vorzeige- Weihnachtsfest”, aber innendrin ist nur noch Erschöpfung und Leere übrig.

So ist das nun mal, das haben wir ja schließlich schon immer so gemacht.

Weihnachten steht doch für Geben, oder nicht? Ja, aber auch für Freude und Liebe. Echtes Geben und (sich) Verschenken kommt aus der inneren Fülle.

Du kannst nur ausschenken, wenn Dein Gefäß voll ist –  aus einer leeren Wasserflasche kann niemand seinen Durst stillen.

Also sorge dafür, dass Dein Gefäß nicht leer wird, fülle Dich selbst, damit Du in Liebe und mit Freude geben kannst. Damit Du an Weihnachten leuchtest und es für alle ein Fest mit innerer Fülle werden kann.

  • nimm Dir Zeit für Dich – immer wieder. Gerade, wenn alles zu viel erscheint. Kurze Momente, ein Saunaabend, ein entspanntes Bad, die beruhigende Tasse Tee beim Einkaufsbummel….
  • ändere Deinen Blickwinkel das funktioniert am besten, wenn Du Dir vorher ein bisschen Ruhe gegönnt hast. Betrachte die Feiern, den Basar, das Beschenken und Organisieren mit Dankbarkeit. Erkenne wieder, warum Du das tust, dass es keine Pflicht, sondern ein Privileg ist und es Dir und anderen Freude bereiten soll.
  • ändere die Dinge, die Du nicht magst. Wenn bei Deiner Weihnachtsplanung Dinge auftauchen, die Dir selbst in Ruhe keine Freude machen, entscheide, ob Du sie abgeben, verändern oder streichen kannst. Vielleicht denkst nicht nur Du so darüber, es wurde nur nie angesprochen. Möglicherweise würde Deine Schwiegermutter auch lieber essen gehen und legt überhaupt keinen Wert darauf, dass Du ein 5 Gänge Menu hinzauberst, oder Dein Sohn würde gern kochen, wollte Dir aber nicht vorgreifen.
  • Deine Zeit ist kostbar… und meist spürt Dein Gegenüber sehr genau, wenn Du etwas nur aus Pflichtgefühl oder Aufopferung tust und kann es auch nicht wirklich genießen. 
  • verschenke Dich selbst indem Du so gut für Dich sorgst, dass Du andere mit Deiner Ruhe, Gelassenheit und guten Laune ansteckst. So verschenkst Du Liebe und echte Weihnachtsstimmung.
  • Mach mal Nichts… Manchmal ist eine schöne Geschichte bei Kerzenlicht für alle die bessere Variante, als der 5. Besuch auf dem Weihnachtsmarkt.
  • mach Abstriche beim üblichen Programm, eine verpasste Klavierstunde macht langfristig keinen Unterschied, auch wenn Sie schon bezahlt ist. Im Zweifel zahlst Du doppelt, mit Geld UND Zeit!
  • mach Abstriche bei Deinen Ansprüchen und Erwartungen.

In 20 Jahren erinnert sich niemand mehr an die perfekte Deko, das perfekte Weihnachtsessen, Klaviervorspiel oder Geschenk. Die Stimmung bleibt im Gedächtnis.

Wie feierst Du Weihnachten?
Was verschenkst Du dieses Jahr? Dich selbst?