Blog - Ernährung 2

Gesundheitsbasics – #2 Ernährung

gesund = kompliziert, teuer und schmeckt nicht? 

…auf die Qualität kommt es an

…ein sehr breites Thema, über das schon super viel geschrieben wurde und ständig wird. Leider ist es auch entsprechend verwirrend für die meisten Menschen, vor allem wenn auf Grund von Krankheit noch Angst ins Spiel kommt, etwas falsch zu machen.

Und genau da möchte ich auch gern erst mal ansetzen.

Ja, es gibt sehr viele ‚Studien‘ und Berichte aus der Ernährungswissenschaft und auch aus vielen, teils fragwürdigen, anderen Quellen.

Und das Problem dabei ist nicht direkt die Vielfalt der Empfehlungen, sondern der Dogmatismus, mit dem diese Empfehlungen teilweise ausgesprochen werden.

Fakt ist –  je spezieller und eingeschränkter eine propagierte Ernährungsform ist, desto wahrscheinlicher hilft sie nur einer begrenzten Gruppe von Menschen und ist auf Dauer oft sogar fraglich gesundheitsfördernd.

Und – die Ängste, die mit Dogmatismus geschürt werden, verderben den meisten Menschen, die Freude und den Genuss am Essen, was im Gegenzug bedeutet, dass der damit verbundene Stress, die gesundheitlichen Vorteile der vermeintlich gesunden Diät aufwiegt.

Letztendlich denke ich, dass viele dieser Diäten vor allem deshalb erst mal wirklichen und bemerkbaren Nutzen bringen, weil man sich endlich einmal bewusst mit seiner Ernährung auseinandersetzt und bewusst etwas verbessern möchte.

Außerdem bedeutet es leider für viele Menschen, die sich bisher an die ‚normalen‘ Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten gehalten haben, dass endlich einmal (wieder) qualitativ hochwertige und nicht industriell verarbeitete Lebensmittel auf den Tisch kommen – und das allein kann massive Verbesserung bringen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ich, wie manche meiner Kollegen, den Standpunkt vertrete, dass es keine handfesten Studien und Beweise für irgendeine Kostform gibt und daraus schlussfolgere, dass alle so weiter essen sollten wie vorher.

Alleine schon aus ethischen Gründen und wegen den Folgen für unseren Planeten nicht!

Besonders schön ist, dass sich hier Umwelt- und Naturschutz wunderbar mit den grundlegenden Prinizipien einer gesunden Ernährungsweise ergänzen.

Was denke ich denn nun, wie man sich ernähren soll?

Wenn ich nur ein Wort benutzen dürfte, um gesunde Ernährung zu beschreiben, wäre es Qualität.

Also breitgestreut, frisch, ohne Zusätze, viel Gemüse, Kräuter und echte Gewürze und vor allem bei tierischen Produkten ist auf Haltung, natürliche Fütterung und eben Qualität zu achten… 

daraus (nämlich dem echten Preis solcher Dinge) ergibt sich von ganz allein eine vernünftige Menge, nämlich wenig :-)

Das ganze sollte dann noch schmecken, für Wohlbefinden sorgen und Freude bereiten und schon wären wir tatsächlich bei den grundlegenden ayurvedischen Empfehlungen –  mehrere Tausend Jahre Erfahrungsheilkunde können hier halt doch nicht ganz so falsch liegen, sie gründen ja schließlich auf gesundem Menschenverstand und eben Erfahrung, anstatt auf einer randomisierten, doppelblinden (oder sonstwie) Studie…

Wir sollten es uns einfach Wert sein, hochwertige Nahrung in unseren Körper zu geben. Nahrung, die möglichst viele Vitalstoffe und wenige Schadstoffe enthält – leider ist das eben nicht mehr die ‚Norm‘.

Im Gegenteil wird es uns teilweise recht schwer gemacht, echte Qualität zu bekommen oder zu erkennen.

Ein spannendes Buch dazu ist

  • Besser einkaufen
    – Katarina Schickling

Aber das wäre genug Stoff für 10 weitere Bücher und nicht für diesen Blog, auch wenn mir das Thema echt am Herzen liegt.

Dennoch –  sich ernähren muss auch noch praktikabel sein. Die höchsten Ideale sind wertlos, wenn wir sie nicht umsetzten können.

Deshalb ist es mir immer sehr wichtig, da zu beginnen, wo wir jeweils stehen und dann lieber in kleinen Schritten etwas zu verändern, als nach kurzer Zeit wieder zu alten Gewohnheiten zurückzukehren, weil die Veränderung zu groß war.

Wenn diese Grundlagen bereits verinnerlicht und normal geworden sind, oder es im besten Fall schon seit Jahren sind, dann kann es, vor allem bei gesundheitlichen Problemen, durchaus sinnvoll sein, sich mit komplexeren Ernährungskonzepten, zB mit der ayurvedischen Ernährung auseinanderzusetzen und individueller zu schauen.

Dazu mehr in einem anderen Blog Ayurveda Basics – Ernährung oder Podcast Episode 19


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