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Feed a cold and starve a fever – was ist dran an dem alten Gesundheitstipp?

Zuerst schriftlich zu finden ist diese alte Behandlungsregel wohl schon 1574. Gehalten hat sie sich zumindest im englischsprachigen Raum bis heute. Auf deutsch besagt dieser Satz, dass man sich bei Erkältungen besser gut mit Nahrung versorgt und bei Fieber besser fastet, um rasch und gut wieder über den Berg zu kommen.

In den letzten Jahren haben einige Wissenschaftler sich das ganze mal etwas genauer unter die Lupe genommen und durchaus erstaunliches festgestellt. Wie so häufig haben Dinge, die sich so lange halten, durchaus einen Wahrheitsgehalt. Dazu müssen wir aber erstmal hinschauen, was ist denn eine Erkältung, was verursacht sie meistens und was wissen wir dazu heute und was unterscheidet sie von den typischen Ursachen und Abläufen bei Fieber.

Vorneweg gesagt: so ganz verallgemeinern lässt es sich mal wieder nicht.

Aber eine gewisse Tendenz zeichnet sich wohl auch wissenschaftlich ab. Dafür spricht auch das, was viele Menschen beschreiben – die natürliche Appetitlosigkeit im Gegensatz zu regelrechten Gelüsten und Heißhunger im Krankheitsfall, vor allem nach Zucker. Es ist also mal wieder vermutlich sehr schlau, einfach auf dein Körpergefühl zu hören, zumindest solange es sich um eine Erkrankung handelt, die Du gut zu Hause auskurieren kannst und dabei Deinen Körper lediglich unterstützen möchtest.

Was also haben die Wissenschaftler nun beobachtet? Ein Team holländischer Wissenschaftler konnte 2002 bereits feststellen (allerdings mit einer sehr kleinen Probandenzahl), dass nach einer guten Mahlzeit die Immunantwort auf Viren deutlich gesteigert wurde. Und zwar um satte 450%!

Während Fasten die Produktion von Interleukin 4 steigert, das unsere Abwehr gegen Bakterien mitreguliert.

Passend dazu ist auch, dass Erkältungskrankheiten normalerweise ca 7-14 Tage dauern und es schlecht wäre so lange zu fasten, Fieber aber eher nur 1-2 Tage. Also hier wäre es normalerweise auch machbar zu fasten, vor allem, wenn Du Dich zum Essen zwingen müsstest.

2016 gab es ebenfalls interessante Versuche der Universität Yale zu diesem Thema an Mäusen. Auch hier wurde nicht wie im Spruch zwischen Cold und Fever unterschieden, sondern ebenfalls zwischen Viruserkrankung und bakterieller Infektion.

Die Ergebnisse überraschten wohl in ihrer Deutlichkeit sogar die Wissenschaftler. Wurden die Mäuse mit Grippeviren infiziert, konnte ihr überleben deutlich verbessert werden, wenn sie vor allem glucosereiche Nahrung bekamen und sogar damit Zwangsernährt wurden.

Hatte man sie allerdings mit Listerien infiziert, einem Bakterium, verweigerten sie das Futter und die meisten Mäuse wurden wieder gesund. Wurden diese Mäuse allerdings zwangsgefüttert, starben sie vermehrt und rasch.

Die Forscher gingen noch einen Schritt weiter und unterbanden den Glucosestoffwechsel, was den negativen Effekt der Nahrung wieder stoppte. Das bedeutet, dass zumindest im Mausexperiment Zucker bei bakteriellen Infektionen durchaus schädlich ist, was vor allem in Bezug auf Ernährungskonzepte für Patienten mit Sepsis und schweren bakteriellen Infekten weiter untersucht werden sollte.

Aber was bedeutet es nun für uns und die alltäglichen Probleme?

Hier ist es eben wieder einmal nicht so einfach und schwarz und weiß. Denn nicht jeder kleine Infekt ist viral und nicht jedes Fieber bakteriellen Ursprungs und es ist nicht unbedingt leicht, die eine von der anderen Erkrankung zu unterscheiden. Viele Virusinfektionen zB die Grippe gehen durchaus mit Fieber einher.

Zucker scheint bei bakteriellen Infektionen das Hauptproblem zu sein, während Protein- und Fettreiche Kost keine Nachteile im Mausversuch zeigte. Das heißt in meinen Augen: zwinge Dich nicht zum Essen, wenn Dein Körper nicht danach verlangt, faste aber auch nicht, wenn Du eigentlich Hunger und Appetit verspürst. Kurzfristig ist Fasten eher unbedenklich und eher gesund, aber achte darauf, nicht zu viel an Kraft und Substanz zu verlieren.

Aus Sicht des Ayurveda kann man diese Regel nur bedingt begreifen, da man hier die Symptome anschaut und es nicht die typische Erkältung gibt. Es reicht von trockenen Schleimhäuten oder wässrigem Naselaufen, Niesen und Augentränen (Vata) über Fieber und gelb-grünen Auswurf (Pitta) bis zu viel hellem Schleim, Kältegefühl und Abgeschlagenheit (Kapha) und entsprechend würde man gegensteuern. Bei Reizhusten, Naselaufen und leicht erhöhter Temperatur – Vata/Pitta wäre also vitalstoffreiche, warme Kost zB als Suppe eine gute Idee, während bei Kapha Fasten durchaus angesagt ist.

Fazit:

Die gute alte Hühnersuppe – vom freilaufenden Biohuhn versteht sich – ist also weiterhin für alle Fälle das Richtige.

Und auf zu viel ‚freien‘ Zucker zu verzichten, ist nicht nur bei Erkrankungen schlau.

Ansonsten höre auf Deinen Appetit und erzwinge nichts, solange es sich um einen überschaubaren Zeitraum handelt und Du nicht bereits aus anderen Gründen sehr geschwächt bist.

Trinke reichlich mindestens zimmerwarme Kräutertees und Wasser, das ist bei Viren und Bakterien wichtig.

Versorge Dich mit den nötigen Vitaminen und Spurenelementen, im Zweifel als Nahrungsergänzung

Aber am allerbesten beuge vor so gut es geht, siehe dazu hier:

hier:

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Die 7 Himmelsrichtungen

Hier möchte ich Dir ein kleines, aber sehr kraftvolles Ritual vorstellen, welches mir vor ein paar Jahren begegnet ist und das ich seitdem regelmäßig durchführe. Bisher hat mich dabei noch keiner im Wald gesehen (glaube ich). Es ist zwar völligst harmlos, aber würde vielleicht doch für einige befremdlich wirken, wenn ich mich da im Wald langsam im Kreis drehe und die verschiedenen Himmelsrichtungen anrufe …… :-)

Wie Du Dir vermutlich jetzt denken kannst, handelt es sich um ein schamanisches Ritual, das wir aber so oder in ähnlicher Form in den alten Kulturen der ganzen Welt finden. Wie viel direkten Glauben an die angerufenen Kräfte im Sinne von Wesenheiten Du hineingibst, oder ob Du es rein symbolisch siehst und Dich einfach auf die verschiedenen energetischen Aspekte konzentrierst, bleibt selbstverständlich komplett Dir überlassen. Probier vielleicht einfach mal aus, was es mit Dir macht, ob es Dich anspricht. Mir tat es schon beim ersten Mal einfach nur gut und es hilft mir regelmäßig mich wieder zu zentrieren.

Vielleicht fragst Du Dich bereits: SIEBEN Himmeslrichtungen? Es gibt doch nur vier.

Das ist natürlich korrekt und vielleicht bräuchte es eine andere Begrifflichkeit, aber tatsächlich gibt es eben noch weitere Richtungen, in die wir blicken können – jede mit ihrer eigenen Energie.

Auch was die Symbolik der Richtungen betrifft, gibt es selbstverständlich Abweichungen. Du könntest auch die Elementarenergien, Wind, Feuer, Erde und Wasser anrufen. Ich bin hier wieder ziemlich pragmatisch. Für mich ist es am einfachsten mich im Raum zu orientieren und tatsächlich auch körperlich der Richtung zuzuwenden. Die Symbolik passt sich dabei durchaus auch der Fragestellung oder aktuellen Problematik an – das was gerade gebraucht wird, ist ungefragt da.

Was sind also die 7 Richtungen?

1. Osten

2. Süden

3. Westen

4. Norden

5. unten

6. oben

7. das Zentrum

1. Osten

Die Energie des Ostens ist die der aufgehenden Sonne und damit des Neubeginns. Auf jedes Ende kommt ein neuer Anfang, auf jedes Loslassen etwas Neues. Wenn wir uns nach Osten richten und die Kräfte des Ostens anrufen, öffnen wir uns also für das Neue, das Unbekannte und Vertrauen darauf, dass das Universum mit und für uns arbeitet. Wir schaffen Raum für Veränderung und erbitten Unterstützung bei unseren Vorhaben, richten uns neu aus. Osten steht für Frische, Klarheit und Flexibilität. Das zugeordnete Element ist Luft, die frischen Wind mit sich bringt.

2. Süden

Die Kraft des Südens ist die der Sonne und des Feuers. Sie bringt mit sich Wärme und Sicherheit, Führungskraft und Wachstum. Sie steht für den Sommer des Lebens, für Freude und Leichtigkeit. Durch die Kraft der Transformation bringen wir das Potential und unsere Ideen in die materielle Welt. Es ist die Energie der Umsetzung, die Dir das Durchhaltevermögen, die nötige Kraft und Stärke bringt. Bitte darum, dass Dich die Kraft des Feuers, Dein Temperament nicht verbrennt, sondern der gesamten Schöpfung dient.

3. Westen

Im Westen geht die Sonne unter. Mit dieser Energie des Abschieds und des Loslassens laden wir aber auch die Energie der Vollendung in unser Leben. Es ist gut, wie es ist, der Zyklus geht weiter. So wie ein Tag zu seinem Abschluss kommt und wir mit der Gewissheit auf einen neuen Morgen warten, können wir in unserem Leben Kreise schließen und Vertrauen, dass etwas Neues geboren wird. Bitte darum, dass die Kräfte des Westens alles, was Dir und der Welt nicht mehr dienlich ist, mit sich nehmen, zum Abschluss bringen und es transformieren. Gleichzeitig dürfen wir die Früchte des Vergangenen ernten und für die Erfahrungen danken. Der Westen bringt die Energie der Heilung mit sich, Du musst sie nur zulassen. Alles ist im Fluss, so ist auch das Element, das dem Westen zugeordnet ist, das Wasser.

4. Norden

Im Norden sehen wir die Sonne nicht, er bringt die Kraft des Winters und der Weisheit, die auch im Dunkel die Gewissheit birgt, dass im Kreislauf der Welt, nach Dunkel wieder Licht folgt und nach Winter wieder Frühling. Die stabile Kraft des Erdelements spüren wir im gelassenen Vertrauen und der Ruhe, die Dinge einfach anzunehmen, so wie sie sind, einschließlich des Todes. Die Erkenntnisse, die wir aus der Anrufung der Kräfte des Nordens erhalten, schenken uns Gelassenheit und Ruhe, um erneut aus dem Träumen ins Planen und Leben zu kommen. Alles ist gut und alles ist eins, dies zu fühlen bitten wir, damit wir mit neuer Kraft und Ruhe handeln können.

5. unten

Nun wenden wir uns der Erde unter unseren Füßen zu. Sie trägt und nährt uns, sie schenkt uns Erdung und Verständnis für die materielle Ebene des Seins. Vielleicht möchtest Du Dich bei Mutter Erde dafür und für alles Leben auf diesem wunderbaren Planeten bedanken. Ich spüre hierbei auch immer das Bedürfnis, mich für unser Verhalten, für die achtlose Zerstörung unserer Lebensgrundlage zu entschuldigen. Wir laden die Kraft der Natur in unseren Körper ein, spüren uns lebendig und von den Füßen bis zum Scheitel genährt und stabil, eingebunden in das große Netz des Lebens. Hier erbitten wir, den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren und unsere Verbundenheit mit allem Lebendigem zu ehren.

6. oben

Der Blick zum Himmel eröffnet uns die unendliche Weite des Universums. Hier dürfen wir spüren, dass wir zwar mit den Füßen fest auf der Erde stehen, aber doch in unserem Wesen wesentlich mehr sind, als dieser Körper. Wir richten uns aus zwischen Himmel und Erde, aufrecht und mit dem Wissen um unser wahres Wesen. Wenn Du die Energien des Himmels anrufst, erbittest Du Führung durch höhere Kräfte und den Schutz des Universums. Hier ist der Raum der unendlichen Möglichkeiten, der geistigen Welt, hier liegt die Schöpferenergie und unendliches Wissen. Danke Vater Himmel, der schützend sein Zelt über Dir ausbreitet und spüre, dass dort Dein wahres Zuhause liegt.

7. das Zentrum

Die siebte Richtung wendet sich nach Innen zum Zentrum – zur Mitte. Zu Deiner Mitte, wo alle Kräfte sich treffen, in Liebe und Akzeptanz dessen, was ist. So dass Du von diesem Ort, von deinem Herzen aus, dem Ort der Leere und aller Möglichkeiten in tiefem Vertrauen in die Einheit und Ganzheit der Schöpfung handeln magst.

Manchmal wird zusätzlich eine achte Richtung erwähnt, die von der Mitte aus noch einmal explizit die Verbindung von allem, die Einheit symbolisiert und uns spüren lässt, dass auch wir nicht separat, sondern untrennbar Teil des Ganzen sind.

Dieses kleine Ritual kann Dir, wenn Du es bewusst ausführst und dich den Emotionen, Wünschen und Kräften der verschiedenen Richtungen öffnest, immer wieder in wenigen Minuten eine neue, größere Perspektive verschaffen. Es kann Dich erden und weit machen, aber vor allem immer wieder in Deine Mitte bringen. Ich finde es am besten, es in der Natur durchzuführen und auch über Gesten ganz bewusst, die Kräfte einzuladen und in meine Mitte, meinen Körper zu führen, bevor ich mich der nächsten Richtung zuwende.

Möge es Dir so viel nutzen, wie mir, wenn ich das Gefühl habe, vom Weg abzukommen und orientierungslos im Universum herumzueiern :-)

Hier gehts zum passenden Podcast, wenn Du lieber hörst als liest.

Und falls Du dem Thema Ausrichtung etwas mehr Aufmerksamkeit schenken möchtest, findest Du hier kostenloses Material für eine Bestandsaufnahme und Visionsfindung.

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Räucherrituale

Räuchern ist eine Tradition, die sich ebenfalls in sämtlichen Kulturen findet. So natürlich auch in dieser seit jeher von Jahren bedeutungsvollen Zeit um Wintersonnenwende und Rauhnächte. Dabei erbitten wir Segen für Haus und Hof und alle, die dort leben. Außerdem sollen Geister, Dämonen und allgemein schlechte Energien vertrieben werden.

Bei Problemen zB in einem neuen Haus in dem Du Dich unwohl fühlst, oder wenn Du das Gefühl hast, dass unerwünschte Energien festhängen kann ein einfaches Räucherritual erstaunlich wirkungsvoll sein, wobei es sich dann durchaus auch lohnt professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

So hab ich schon vor Jahren von einer großen Immobilienfirma, ich glaube in Sydney gelesen, die sich darauf spezialisiert hatte, hochwertige Immobilien, die nicht gut liefen bzw. die ständig den Besitzer wechselten zu verkaufen. Und das wohl auch erfolgreich, nachdem sie diese haben energetisch reinigen lassen.

Du brauchst eine feuerfeste Schale, am besten mit kleinen Kieseln darin, in die Du entweder ein Stück Glut aus dem Ofen gibst oder moderne Räucherkohle, die meist auch bereits eine Anzündhilfe beeinhaltet und sicher und langsam durchglüht. Darauf gibst Du je nach Absicht ein bestimmtes Räuchergut oder Kraut, oder auch eine Mischung. Damit gehst Du dann alle Räume, vor allem Krankenzimmer, und ggf. Stall, Scheune und Werkstatt ab und fächelst den Rauch zB mit Hilfe einer Feder in alle Ecken. Zum Schluss werden auch Mensch und Tier beräuchert. Dabei kannst Du entsprechende Gebete, Mantras oder Gesänge wiederholen – laut oder leise für Dich, je nachdem, wie Du oder Deine Umgebung zu solchen Bräuchen steht :-)

Räucherstoffe bekommst Du bereits fertig vorbereitet, kannst aber natürlich auch selbst gesammelte und getrocknete Kräuter verwenden.

Manchmal kommen auch festgeschnürte Kräuterbündel zum Einsatz, vor allem Salbei, die dann direkt angezündet werden. Mit der Schale ist es allerdings einfacher und auch etwas sicherer.

Salbei – hat eine starke feinstoffliche Reinigungskraft

Kampfer – löscht alte Informationen im Haus

Angelikawurzel – erhellt die Raumschwingung

Weihrauch (Harz)– bringt Segen, erhöht die Energie

Wacholder – vertreibt negative Einflüsse und Krankheit

Myrrhe – desinfiziert, klärt, reinigt und schenkt Ruhe

Myrthe – sorgt für Klarheit, Reinheit und bringt Frieden

Thymian – reinigt und stärkt die Energie

Ich denke, es ist letztlich vielleicht gar nicht so relevant, ob des tatsächlich der Rauch selbst ist, oder die Aufmerksamkeit, die man den Dingen schenkt, die etwas bewirken können. WIr erinnern uns, das Außen folgt dem Innern, also unserer Aufmerksamkeit.

Möge alles Dunkle und alles, was uns nicht mehr dient verschwinden. Wir laden Ruhe, Liebe, Frieden und Gesundheit ein, auf dass das Licht sich verbreite.

Hier kannst Du auch den passenden Podcast dazu hören.

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Zeitreise

Wenn du merkst, dass eine Situation dich um deine Ruhe bringt, zum Beispiel eine schlimme Diagnose, ein Streit oder auch Corona und es dir schwer fällt, gelassen und besonnen zu entscheiden und handeln, dann ist es meist hilfreich, sich alles mit etwas Abstand zu betrachten. 

Ich stelle mir dann vor, wie ich selbst als alte Frau die Sache sehen würde , oder manchmal sogar, wie zukünftige Generationen auf die Situation schauen werden. 

Das funktioniert um so besser, wenn du weißt, welche Werte dir wichtig sind und wie einmal du gelebt haben möchtest.  Dazu gibt es viele gute Übungen und es lohnt sich auch hier in relativ entspannten Zeiten vorzuarbeiten.

Um die allererste Panik, die schlimmsten Emotionen unter Kontrolle zu bringen, helfen zum Beispiel Atemübungen, ein Gespräch oder ein längerer Spaziergang, alles, was Dir wieder soliden Boden unter die Füße gibt. Idealerweise hast Du das in entspannten Zeiten bereits trainiert. 

Wenn Du Dich dann auf dieses kleine Gedankenspiel einlässt, wirst Du merken, dass mit ausreichend Abstand so manches komplett irrelevant wird und so manche Lösung ohne die momentan so richtig und wichtig erscheinenden starken Emotionen plötzlich klar vor Dir liegt.

Deshalb – lass uns öfter in die Zukunft reisen!


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Du bist (D)ein Schöpfer – Gesundheitsbasics #7 , über die Kraft Deiner Gedanken

Heute habe ich wieder einen gekürzten Ausschnitt aus meinem Buch für Dich.

Es ist eines der Themen, die mir immer wieder sehr am Herzen liegen, da es in der modernen Medizin oft viel zu kurz kommt. Dabei beginnt die moderne Medizin wohl schon vor ca 2500 Jahren, wie dieses Zitat zeigt:

„Das ist der größte Fehler bei der Behandlung von Krankheiten, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo beides doch nicht getrennt werden kann.“

(Plato, 427–348 od. 347 v. Chr., griechischer Philosoph)

Es gibt in uns eine Kraft, die extrem viel Veränderung bewirken kann – Deinen Geist, Deine Gedanken. Du bist ein Schöpferwesen.

Während das Weltbild in unserer westlichen Kultur sehr materialistisch geprägt ist und der Bereich des weitgehend unerforschten Bewusstseins gern noch in die Esoterik-Ecke geschoben wird, ist es in anderen Kulturen traditionell genau andersherum. In Tibet z. B. lag über Jahrhunderte der Schwerpunkt der Forscher im spirituellen Bereich. So kennt man in den tibetischen Lehren mindestens sechs verschiedene Bewusstseinszustände bis über den körperlichen Tod hinaus, während wir immer noch diskutieren, was das Bewusstsein eigentlich ist und wo genau es seinen Ursprung hat. Auch wenn sich moderne Hirnforschung zwar vorwiegend auf das Organ selbst und dessen Physiologie bezieht, hat sie uns gemeinsam mit der weiter greifenden Psychoneuroimmunologie, der Lernforschung sowie der Psychologie viele sehr nützliche Erkenntnisse gebracht, die zum Verständnis von Lernprozessen und dem, was uns eigentlich steuert, wie wir z. B. Entscheidungen treffen, beitragen.

Aus dem Blickwinkel sowohl der ganzheitlichen Medizin als auch dem Ayurveda sind Körper, Geist und Seele nicht zu trennen. Auch die moderne Wissenschaft hat bestätigt, dass sich unser Gemütszustand und unsere Gedanken direkt auf unseren Körper auswirken und auch umgekehrt. Es ist gut belegt, dass negativer, mentaler Stress unser Immunsystem beeinträchtigt und auf Dauer krank macht. Es ist aber vermutlich jedem auch ohne wissenschaftliche Beweise klar, dass sich unsere Stimmung unmittelbar auf unsere Körperhaltung, Atmung, den Blutdruck niederschlagen kann. Und dass körperliche Schmerzen und Unwohlsein sich umgekehrt direkt auf unseren Geist auswirken, ebenfalls.

Natürlich muss diese Verbindung nicht immer negativ sein. Im Gegenteil: Körper und Geist können sich natürlich auch positiv beeinflussen. Wenn wir den Mund zu einem Lächeln verziehen, reagieren wir auch bei ursprünglich schlechter Stimmung nach einer Weile mit der Ausschüttung von Glückshormonen und fühlen uns besser. Unser Körper antwortet ganz nach dem Motto: Wenn sie lächelt, muss es ihr wohl gutgehen.

Im letzten Kapitel habe ich bereits beschrieben, wie wir über die Atmung unsere Angst eindämmen und andere Körperfunktionen beeinflussen können. Ebenso hat unsere Körperhaltung Einfluss auf unser Empfinden. Das kannst Du direkt ausprobieren:

Stell Dir vor, Du hast ein wichtiges Gespräch, vor dem Du Dich vielleicht sogar ein bisschen unwohl fühlst. Nun lass zuerst die Schultern und den Kopf hängen und sacke ein bisschen in Dich zusammen. Wie fühlst Du Dich? Selbstbewusst? Glaubst Du an Dich und Dein Können?

Nun atme tief ein, richte Dich auf, straffe die Schultern – wahrscheinlich ändert sich dabei automatisch Dein Gesichtsausdruck. Fühlst Du den Unterschied?

Über diese recht offensichtlichen Zusammenhänge hinaus sehen wir den Einfluss unseres Geistes auf den Körper in weit komplexeren Situationen. Ich finde es ziemlich faszinierend und wundere mich immer wieder, warum Forschung auf diesem Gebiet nicht mehr gefördert wird.

Du hast mit Sicherheit schon einmal vom Placeboeffekt gehört.

Placebo bedeutet übersetzt „Ich möchte gefallen“ und bezeichnet heute eine Scheintherapie, die trotz fehlendem Wirkstoff oder echtem Eingriff zum gewünschten Erfolg führt.

Im Gegenzug ist auch der Noceboeffekt beschrieben (nocebo = „Ich werde schaden“), bei dem wir negative Auswirkungen einer Therapie erkennen, ohne diese durch die Inhaltsstoffe erklären zu können.

Wir beobachten beides eigentlich ständig, auch wenn wir uns als Ärzte dessen vielleicht gar nicht direkt bewusst sind. Jede Kommunikation hat eine Wirkung, ob wir das beabsichtigen oder nicht. Der Placeboeffekt könnte viel gezielter eingesetzt werden und so nebenwirkungsfrei vielen Menschen zu Linderung und mehr Wohlbefinden verhelfen. Leider hören wir davon aber wesentlich häufiger im Kontext von Homöopathie und naturheilkundlichen Mitteln, deren Effekt damit vermeintlich negiert wird.

Dabei vergessen wir aber meist eine wichtige Tatsache: Der Placeboeffekt ist ein Effekt.

Das heißt, auch wenn wir es nicht durch Inhaltsstoffe erklären können, kommt es zu einer Besserung, und das zumeist auch ohne Nebenwirkungen. Diesen Effekt könnten wir durch geschulte Kommunikation, aber auch durch Schulung der Menschen selbst herbeiführen und damit viele Therapien gezielt unterstützen, wenn nicht sogar ersetzen. Spannend ist nämlich, dass das sogar funktioniert, wenn man dem Patienten vorher erzählt, dass er gerade eine Zuckerpille bekommt, aber dass diese den meisten Menschen geholfen hat.

Stattdessen wird durch fehlendes Wissen über diese Mechanismen immer wieder sogar der Noceboeffekt herbeibeschworen. Da hilft meist auch nicht der Hinweis: „Lesen Sie den Beipackzettel am besten gar nicht!“ Im Gegenteil.

Der Noceboeffekt kann natürlich auch über verbale Kommunikation und wiederholte Eindrücke eintreten – ein Phänomen, welches gerade im Augenblick im Rahmen der täglichen Berichterstattung und Schwarzmalerei leider vergessen zu sein scheint, aber in meinen Augen absolut nicht zu unterschätzen ist.

Wenn wir davon ausgehen, dass es sich hier letztlich um ähnliche Prinzipien wie bei der Hypnose handelt, dann dürfen wir nämlich das Vertrauen und die Offenheit unseres Gegenübers für die Botschaft nicht unterschätzen – zumindest, wenn wir möglichst keinen Noceboeffekt herbeiführen möchten.

Vielleicht klingt das nun ein bisschen unheimlich für Dich.

Die meisten kennen Hypnose ja vor allem aus dubiosen Shows, in denen Menschen dazu gebracht werden können, am Stuhl festzukleben, ihren Namen zu vergessen oder wie ein Huhn gackernd über die Bühne zu laufen. Das ist natürlich nicht unbedingt das, was wir erleben möchten. Allerdings finde ich auch hier faszinierend, was möglich ist, nur weil der Mensch es nun glaubt!

Hypnose findet tatsächlich ständig statt. Vereinfacht gesagt immer dann, wenn unser Geist offen für die Botschaft ist. Also z. B. ausgehend vom Arzt oder von Respektspersonen und Medien, denen wir vertrauen – wenn wir die Botschaft nur häufig genug hören, ohne sie zu überdenken. Der letzte Satzteil ist übrigens ganz wesentlich: Es braucht Deine Bereitschaft einfach (ungeprüft) aufzunehmen.

Am allermeisten hypnotisierst Du Dich allerdings selbst! Ständig.

Lausche einfach mal auf Deinen inneren Dialog und achte auf den Grundtenor. Bist Du achtsam und liebevoll mit Dir? Wo ist Dein Fokus? Auf Deinen Erfolgen? Auf den schönen Dingen, den Dingen, die Dir guttun? Oder vielleicht doch eher auf dem, was vielleicht nicht so gut lief, auf den Schwächen Deines Partners oder Deinen eigenen? Passt das dazu, wie Du Dein Leben erlebst? Meistens bestätigt sich der Inhalt unserer inneren Kommunikation, denn auch das ist Kohärenz.

Es ist in sich viel stimmiger, wenn Dein Geist nach Beweisen für die Gedanken sucht, quasi damit er nicht zugeben muss, sich getäuscht zu haben, damit er recht behält. Wenn Du z. B. Deinen Fokus auf das unaufgeräumte Zimmer Deines Teenagers legst, wirst Du wahrscheinlich vermehrt ungewaschene Klamotten, Essensreste und anderen Kram sehen, während Dir die Tage, an denen mal sauber ist, oder die wunderbar dekorierte Bilderecke gar nicht mehr auffallen.

Dies läuft meist im Hintergrund und unbewusst ab, bis Du den Scheinwerfer darauf richtest.

Es ist leider bei uns sogar völlig normal, sich selbst kleinzureden und den Fokus auf die Schwachstellen zu richten – auch etwas, das man in anderen Kulturen so nicht findet. Es gibt eine Anekdote über den Dalai Lama, der wohl einmal einer Konferenz in Amerika beigewohnt haben soll, bei der immer wieder das Wort Selbsthass fiel. Er musste schließlich bei seinem Übersetzer nachfragen, weil ihm das Wort aus seiner eigenen Sprache und Erfahrung gänzlich unbekannt war …

Wenn wir das Gesagte nun zusammenfassen, würde das simpel ausgedrückt bedeuten, dass wir mit dem, was unser Geist im Fokus hält, ob uns das nun bewusst oder nicht bewusst ist, Materie verändern können. Wow! Das sollten wir doch nutzen! Unsere Gedanken, unseren Fokus auf das richten, was wir wollen.

Das bezieht sich zwar erst mal nur auf unseren eigenen Körper und indirekt auf unsere Umwelt, da wir vor allem unser Erleben verändern, aber ich finde das schon ziemlich beeindruckend. Tatsächlich ist aber auch das alles andere als eine neue Erkenntnis, sondern seit Menschengedenken in schamanistischen Kulturen und traditionellen Heilsystemen gängige Praxis.

Leider haben wir dieses fantastische Werkzeug aus unserem Denken weitgehend als minderwertig verbannt und müssen uns diese Weisheiten erst wieder mühsam zusammensuchen.

Glücklicherweise helfen unserem auf Wissenschaft trainierten Hirn dabei sogar modernste Forschungen, z. B. aus der Quantenphysik. Wenn wir uns überlegen, dass in unserer so soliden Welt mit all ihrer greifbaren Materie doch letztlich alles reine Energie ist, ist das schon erst mal faszinierend. In einem Atom ist wesentlich mehr Leere, also Raum, der von Energie ausgefüllt wird, als Teilchen. Wir wissen heute, wenn wir diese kleinsten Teilchen schließlich noch weiter herunterbrechen, bleibt nachher selbst davon nur eine Welle übrig – wieder Energie, die lediglich unter Beobachtung Form annimmt, die von uns beeinflusst werden kann. Die Physiker unter Euch mögen mir die stark vereinfachte Darstellung verzeihen.

Natürlich möchte ich hier nicht behaupten, der Tisch, an dem ich gerade sitze, sei nicht stabil, und wenn ich mich nur fest genug konzentriere, kann ich ihn in einen Sessel verwandeln. Ich zumindest kann das nicht :-)

Allerdings gibt es jede Menge Experimente, die zeigen, dass es sehr wohl möglich ist, Materie und die Welt um uns herum durch den Geist zu beeinflussen. Es fällt den meisten von uns allerdings einfach noch schwer, das nachzuvollziehen, weil es noch keine wirklich schlüssige Erklärung gibt.

Daran, dass es vielen von uns heute trotzdem so schwerfällt, diese Dinge als wahr zu akzeptieren und die Erkenntnisse daraus zu nutzen, können wir ein weiteres Phänomen erkennen. Vielleicht das wichtigste überhaupt: Wir selbst bestimmen, was wir in unserem Leben für möglich halten und was nicht.

Heute bezeichnen wir diese innere Wahrheit, die unsere Grenzen festlegt, oft als Glaubenssätze. Dies sind Programmierungen, meist aus der Kindheit, die irgendwann einmal sinnvoll für unser System waren, z. B. um uns zu schützen, um dafür zu sorgen, dass wir dazugehören durften. Da in der frühen Kindheit unser Gehirn quasi auf Dauerhypnose steht, sind wir in dieser Phase sehr empfänglich für Botschaften, mit denen wir uns später identifizieren. Vor allem da wir in dieser Lebensphase gleichzeitig sehr verletzlich sind und unser Überleben von den Menschen um uns herum abhängt, tun wir meist alles, um zu kooperieren. Wenn das bedeutet, zu akzeptieren, dass andere wichtiger sind, dass wir besser nicht unsere Meinung sagen, schon gar nicht laut oder dass gewisse Dinge einfach nicht gehen, dann ist das eben so und führt häufig zu Glaubenssätzen wie: „Um geliebt zu werden, muss ich brav sein und mich anpassen“ oder „Ich bin nicht gut genug“. Dass man sich auch als Erwachsener noch an diese „Regeln“ hält, gilt sogar für Tiere, wie das Beispiel von Rindern oder indischen Arbeitselefanten zeigt.

Es erstaunt oft, wenn man sieht, welch kleine Kette um einen Fuß einen großen Elefanten am Platz festhält. Sicher könnte er diese auch zerreißen, aber er hat als kleines Elefantenkalb gelernt, dass das nicht geht, und er probiert es schlichtweg nicht mehr aus.

Wenn Kälber früh erfahren, dass der Elektrozaun „beißt“, wird auch ein ausgewachsener Bulle hinter einem dünnen Stück Draht stehenbleiben. Wobei ich im Sommer trotzdem jedes Mal mit einem mulmigen Gefühl unsere Einfahrt hochlaufe, wo nur durch eine einfache Litze von mir getrennt der Riesenbulle steht …

Das Gleiche gilt oft für uns Menschen.

Leider sind diese Glaubenssätze meist unbewusst, und es ist oft gar nicht so leicht, diese zu erkennen, um etwas daran zu verändern. Allerdings ist es für unser Leben vielleicht auch gar nicht so wichtig, in der Vergangenheit zu graben, um eine Begründung für unser Verhalten und immer wiederkehrende Lebensgeschichten zu finden. Es ist viel wichtiger, zu überlegen, wie Du Dein Leben JETZT gestalten möchtest, und zu versuchen, neue Glaubenssätze zu etablieren. Das braucht unter Umständen viel Zeit und vor allem einen starken Fokus. Aber es ist möglich! Wie wir aus der Geschichte von Roger Banister und vielen anderen persönlichen Heldengeschichten, in denen Menschen wie Du und ich über sich selbst hinausgewachsen sind, sehen können.

Als Roger Banister 1946 mit dem Laufsport begann, galt es als physisch unmöglich, dass ein Mensch die Meile unter 4 Minuten laufen könne. Er jedoch beschloss, diesen allgemeinen Glaubenssatz nicht als Wahrheit zu akzeptieren, und schaffte einige Jahre später als Erster den absoluten Rekord von 3:59,4 Minuten.

Doch nachdem der Glaubenssatz seine Gültigkeit verloren hatte, unterbot bereits wenige Wochen später John Landy den Rekord und lief die Strecke in 3:57,9 Minuten. Der Rekord über die Meile liegt aktuell bei 3:43:13 Minuten, aufgestellt durch den Marokkaner Hicham El Guerrouj.

Es gibt Geschichten über Yogis und einzelne Menschen, die noch ganz andere Dinge bewerkstelligen können, aber hier weiterzulesen und daran zu glauben oder nicht, überlasse ich Dir selbst.

Es liegt auch an Dir, ob Du lieber graben und eine Begründung für Deine nicht idealen Lebensumstände suchen möchtest oder ob Du Dich anders entscheidest. Ob Du Ausreden suchst oder beschließt, Deinen Fokus zu ändern und die Umstände als Sprungbrett zu sehen. Beides ist möglich.

Mein Rat ist, wenn Du in einer schwierigen Situation steckst oder eine schlechte Prognose erhalten hast, denke immer daran: Du bist keine Statistik. Suche nach Menschen, die es geschafft haben, suche die Erfolgsgeschichten und umgib Dich mit dieser Energie des Machbaren. Zeige Deinem Geist wieder und wieder, dass es möglich ist. Etabliere Stück für Stück eine neue Richtung.


„Veränderung geschieht, weil Gedanken, die betrachtet werden,

sich anders verhalten als Gedanken, die unbetrachtet bleiben.“

(David J. Bohm, 1917–1992, US-amerikanischer Quantenphysiker und Philosoph)

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