Feed a cold and starve a fever – was ist dran an dem alten Gesundheitstipp?

Zuerst schriftlich zu finden ist diese alte Behandlungsregel wohl schon 1574. Gehalten hat sie sich zumindest im englischsprachigen Raum bis heute. Auf deutsch besagt dieser Satz, dass man sich bei Erkältungen besser gut mit Nahrung versorgt und bei Fieber besser fastet, um rasch und gut wieder über den Berg zu kommen.

In den letzten Jahren haben einige Wissenschaftler sich das ganze mal etwas genauer unter die Lupe genommen und durchaus erstaunliches festgestellt. Wie so häufig haben Dinge, die sich so lange halten, durchaus einen Wahrheitsgehalt. Dazu müssen wir aber erstmal hinschauen, was ist denn eine Erkältung, was verursacht sie meistens und was wissen wir dazu heute und was unterscheidet sie von den typischen Ursachen und Abläufen bei Fieber.

Vorneweg gesagt: so ganz verallgemeinern lässt es sich mal wieder nicht.

Aber eine gewisse Tendenz zeichnet sich wohl auch wissenschaftlich ab. Dafür spricht auch das, was viele Menschen beschreiben – die natürliche Appetitlosigkeit im Gegensatz zu regelrechten Gelüsten und Heißhunger im Krankheitsfall, vor allem nach Zucker. Es ist also mal wieder vermutlich sehr schlau, einfach auf dein Körpergefühl zu hören, zumindest solange es sich um eine Erkrankung handelt, die Du gut zu Hause auskurieren kannst und dabei Deinen Körper lediglich unterstützen möchtest.

Was also haben die Wissenschaftler nun beobachtet? Ein Team holländischer Wissenschaftler konnte 2002 bereits feststellen (allerdings mit einer sehr kleinen Probandenzahl), dass nach einer guten Mahlzeit die Immunantwort auf Viren deutlich gesteigert wurde. Und zwar um satte 450%!

Während Fasten die Produktion von Interleukin 4 steigert, das unsere Abwehr gegen Bakterien mitreguliert.

Passend dazu ist auch, dass Erkältungskrankheiten normalerweise ca 7-14 Tage dauern und es schlecht wäre so lange zu fasten, Fieber aber eher nur 1-2 Tage. Also hier wäre es normalerweise auch machbar zu fasten, vor allem, wenn Du Dich zum Essen zwingen müsstest.

2016 gab es ebenfalls interessante Versuche der Universität Yale zu diesem Thema an Mäusen. Auch hier wurde nicht wie im Spruch zwischen Cold und Fever unterschieden, sondern ebenfalls zwischen Viruserkrankung und bakterieller Infektion.

Die Ergebnisse überraschten wohl in ihrer Deutlichkeit sogar die Wissenschaftler. Wurden die Mäuse mit Grippeviren infiziert, konnte ihr überleben deutlich verbessert werden, wenn sie vor allem glucosereiche Nahrung bekamen und sogar damit Zwangsernährt wurden.

Hatte man sie allerdings mit Listerien infiziert, einem Bakterium, verweigerten sie das Futter und die meisten Mäuse wurden wieder gesund. Wurden diese Mäuse allerdings zwangsgefüttert, starben sie vermehrt und rasch.

Die Forscher gingen noch einen Schritt weiter und unterbanden den Glucosestoffwechsel, was den negativen Effekt der Nahrung wieder stoppte. Das bedeutet, dass zumindest im Mausexperiment Zucker bei bakteriellen Infektionen durchaus schädlich ist, was vor allem in Bezug auf Ernährungskonzepte für Patienten mit Sepsis und schweren bakteriellen Infekten weiter untersucht werden sollte.

Aber was bedeutet es nun für uns und die alltäglichen Probleme?

Hier ist es eben wieder einmal nicht so einfach und schwarz und weiß. Denn nicht jeder kleine Infekt ist viral und nicht jedes Fieber bakteriellen Ursprungs und es ist nicht unbedingt leicht, die eine von der anderen Erkrankung zu unterscheiden. Viele Virusinfektionen zB die Grippe gehen durchaus mit Fieber einher.

Zucker scheint bei bakteriellen Infektionen das Hauptproblem zu sein, während Protein- und Fettreiche Kost keine Nachteile im Mausversuch zeigte. Das heißt in meinen Augen: zwinge Dich nicht zum Essen, wenn Dein Körper nicht danach verlangt, faste aber auch nicht, wenn Du eigentlich Hunger und Appetit verspürst. Kurzfristig ist Fasten eher unbedenklich und eher gesund, aber achte darauf, nicht zu viel an Kraft und Substanz zu verlieren.

Aus Sicht des Ayurveda kann man diese Regel nur bedingt begreifen, da man hier die Symptome anschaut und es nicht die typische Erkältung gibt. Es reicht von trockenen Schleimhäuten oder wässrigem Naselaufen, Niesen und Augentränen (Vata) über Fieber und gelb-grünen Auswurf (Pitta) bis zu viel hellem Schleim, Kältegefühl und Abgeschlagenheit (Kapha) und entsprechend würde man gegensteuern. Bei Reizhusten, Naselaufen und leicht erhöhter Temperatur – Vata/Pitta wäre also vitalstoffreiche, warme Kost zB als Suppe eine gute Idee, während bei Kapha Fasten durchaus angesagt ist.

Fazit:

Die gute alte Hühnersuppe – vom freilaufenden Biohuhn versteht sich – ist also weiterhin für alle Fälle das Richtige.

Und auf zu viel ‚freien‘ Zucker zu verzichten, ist nicht nur bei Erkrankungen schlau.

Ansonsten höre auf Deinen Appetit und erzwinge nichts, solange es sich um einen überschaubaren Zeitraum handelt und Du nicht bereits aus anderen Gründen sehr geschwächt bist.

Trinke reichlich mindestens zimmerwarme Kräutertees und Wasser, das ist bei Viren und Bakterien wichtig.

Versorge Dich mit den nötigen Vitaminen und Spurenelementen, im Zweifel als Nahrungsergänzung

Aber am allerbesten beuge vor so gut es geht, siehe dazu hier:

hier:

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Die 7 Himmelsrichtungen

Hier möchte ich Dir ein kleines, aber sehr kraftvolles Ritual vorstellen, welches mir vor ein paar Jahren begegnet ist und das ich seitdem regelmäßig durchführe. Bisher hat mich dabei noch keiner im Wald gesehen (glaube ich). Es ist zwar völligst harmlos, aber würde vielleicht doch für einige befremdlich wirken, wenn ich mich da im Wald langsam im Kreis drehe und die verschiedenen Himmelsrichtungen anrufe …… :-)

Wie Du Dir vermutlich jetzt denken kannst, handelt es sich um ein schamanisches Ritual, das wir aber so oder in ähnlicher Form in den alten Kulturen der ganzen Welt finden. Wie viel direkten Glauben an die angerufenen Kräfte im Sinne von Wesenheiten Du hineingibst, oder ob Du es rein symbolisch siehst und Dich einfach auf die verschiedenen energetischen Aspekte konzentrierst, bleibt selbstverständlich komplett Dir überlassen. Probier vielleicht einfach mal aus, was es mit Dir macht, ob es Dich anspricht. Mir tat es schon beim ersten Mal einfach nur gut und es hilft mir regelmäßig mich wieder zu zentrieren.

Vielleicht fragst Du Dich bereits: SIEBEN Himmeslrichtungen? Es gibt doch nur vier.

Das ist natürlich korrekt und vielleicht bräuchte es eine andere Begrifflichkeit, aber tatsächlich gibt es eben noch weitere Richtungen, in die wir blicken können – jede mit ihrer eigenen Energie.

Auch was die Symbolik der Richtungen betrifft, gibt es selbstverständlich Abweichungen. Du könntest auch die Elementarenergien, Wind, Feuer, Erde und Wasser anrufen. Ich bin hier wieder ziemlich pragmatisch. Für mich ist es am einfachsten mich im Raum zu orientieren und tatsächlich auch körperlich der Richtung zuzuwenden. Die Symbolik passt sich dabei durchaus auch der Fragestellung oder aktuellen Problematik an – das was gerade gebraucht wird, ist ungefragt da.

Was sind also die 7 Richtungen?

1. Osten

2. Süden

3. Westen

4. Norden

5. unten

6. oben

7. das Zentrum

1. Osten

Die Energie des Ostens ist die der aufgehenden Sonne und damit des Neubeginns. Auf jedes Ende kommt ein neuer Anfang, auf jedes Loslassen etwas Neues. Wenn wir uns nach Osten richten und die Kräfte des Ostens anrufen, öffnen wir uns also für das Neue, das Unbekannte und Vertrauen darauf, dass das Universum mit und für uns arbeitet. Wir schaffen Raum für Veränderung und erbitten Unterstützung bei unseren Vorhaben, richten uns neu aus. Osten steht für Frische, Klarheit und Flexibilität. Das zugeordnete Element ist Luft, die frischen Wind mit sich bringt.

2. Süden

Die Kraft des Südens ist die der Sonne und des Feuers. Sie bringt mit sich Wärme und Sicherheit, Führungskraft und Wachstum. Sie steht für den Sommer des Lebens, für Freude und Leichtigkeit. Durch die Kraft der Transformation bringen wir das Potential und unsere Ideen in die materielle Welt. Es ist die Energie der Umsetzung, die Dir das Durchhaltevermögen, die nötige Kraft und Stärke bringt. Bitte darum, dass Dich die Kraft des Feuers, Dein Temperament nicht verbrennt, sondern der gesamten Schöpfung dient.

3. Westen

Im Westen geht die Sonne unter. Mit dieser Energie des Abschieds und des Loslassens laden wir aber auch die Energie der Vollendung in unser Leben. Es ist gut, wie es ist, der Zyklus geht weiter. So wie ein Tag zu seinem Abschluss kommt und wir mit der Gewissheit auf einen neuen Morgen warten, können wir in unserem Leben Kreise schließen und Vertrauen, dass etwas Neues geboren wird. Bitte darum, dass die Kräfte des Westens alles, was Dir und der Welt nicht mehr dienlich ist, mit sich nehmen, zum Abschluss bringen und es transformieren. Gleichzeitig dürfen wir die Früchte des Vergangenen ernten und für die Erfahrungen danken. Der Westen bringt die Energie der Heilung mit sich, Du musst sie nur zulassen. Alles ist im Fluss, so ist auch das Element, das dem Westen zugeordnet ist, das Wasser.

4. Norden

Im Norden sehen wir die Sonne nicht, er bringt die Kraft des Winters und der Weisheit, die auch im Dunkel die Gewissheit birgt, dass im Kreislauf der Welt, nach Dunkel wieder Licht folgt und nach Winter wieder Frühling. Die stabile Kraft des Erdelements spüren wir im gelassenen Vertrauen und der Ruhe, die Dinge einfach anzunehmen, so wie sie sind, einschließlich des Todes. Die Erkenntnisse, die wir aus der Anrufung der Kräfte des Nordens erhalten, schenken uns Gelassenheit und Ruhe, um erneut aus dem Träumen ins Planen und Leben zu kommen. Alles ist gut und alles ist eins, dies zu fühlen bitten wir, damit wir mit neuer Kraft und Ruhe handeln können.

5. unten

Nun wenden wir uns der Erde unter unseren Füßen zu. Sie trägt und nährt uns, sie schenkt uns Erdung und Verständnis für die materielle Ebene des Seins. Vielleicht möchtest Du Dich bei Mutter Erde dafür und für alles Leben auf diesem wunderbaren Planeten bedanken. Ich spüre hierbei auch immer das Bedürfnis, mich für unser Verhalten, für die achtlose Zerstörung unserer Lebensgrundlage zu entschuldigen. Wir laden die Kraft der Natur in unseren Körper ein, spüren uns lebendig und von den Füßen bis zum Scheitel genährt und stabil, eingebunden in das große Netz des Lebens. Hier erbitten wir, den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren und unsere Verbundenheit mit allem Lebendigem zu ehren.

6. oben

Der Blick zum Himmel eröffnet uns die unendliche Weite des Universums. Hier dürfen wir spüren, dass wir zwar mit den Füßen fest auf der Erde stehen, aber doch in unserem Wesen wesentlich mehr sind, als dieser Körper. Wir richten uns aus zwischen Himmel und Erde, aufrecht und mit dem Wissen um unser wahres Wesen. Wenn Du die Energien des Himmels anrufst, erbittest Du Führung durch höhere Kräfte und den Schutz des Universums. Hier ist der Raum der unendlichen Möglichkeiten, der geistigen Welt, hier liegt die Schöpferenergie und unendliches Wissen. Danke Vater Himmel, der schützend sein Zelt über Dir ausbreitet und spüre, dass dort Dein wahres Zuhause liegt.

7. das Zentrum

Die siebte Richtung wendet sich nach Innen zum Zentrum – zur Mitte. Zu Deiner Mitte, wo alle Kräfte sich treffen, in Liebe und Akzeptanz dessen, was ist. So dass Du von diesem Ort, von deinem Herzen aus, dem Ort der Leere und aller Möglichkeiten in tiefem Vertrauen in die Einheit und Ganzheit der Schöpfung handeln magst.

Manchmal wird zusätzlich eine achte Richtung erwähnt, die von der Mitte aus noch einmal explizit die Verbindung von allem, die Einheit symbolisiert und uns spüren lässt, dass auch wir nicht separat, sondern untrennbar Teil des Ganzen sind.

Dieses kleine Ritual kann Dir, wenn Du es bewusst ausführst und dich den Emotionen, Wünschen und Kräften der verschiedenen Richtungen öffnest, immer wieder in wenigen Minuten eine neue, größere Perspektive verschaffen. Es kann Dich erden und weit machen, aber vor allem immer wieder in Deine Mitte bringen. Ich finde es am besten, es in der Natur durchzuführen und auch über Gesten ganz bewusst, die Kräfte einzuladen und in meine Mitte, meinen Körper zu führen, bevor ich mich der nächsten Richtung zuwende.

Möge es Dir so viel nutzen, wie mir, wenn ich das Gefühl habe, vom Weg abzukommen und orientierungslos im Universum herumzueiern :-)

Hier gehts zum passenden Podcast, wenn Du lieber hörst als liest.

Und falls Du dem Thema Ausrichtung etwas mehr Aufmerksamkeit schenken möchtest, findest Du hier kostenloses Material für eine Bestandsaufnahme und Visionsfindung.

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Räucherrituale

Räuchern ist eine Tradition, die sich ebenfalls in sämtlichen Kulturen findet. So natürlich auch in dieser seit jeher von Jahren bedeutungsvollen Zeit um Wintersonnenwende und Rauhnächte. Dabei erbitten wir Segen für Haus und Hof und alle, die dort leben. Außerdem sollen Geister, Dämonen und allgemein schlechte Energien vertrieben werden.

Bei Problemen zB in einem neuen Haus in dem Du Dich unwohl fühlst, oder wenn Du das Gefühl hast, dass unerwünschte Energien festhängen kann ein einfaches Räucherritual erstaunlich wirkungsvoll sein, wobei es sich dann durchaus auch lohnt professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

So hab ich schon vor Jahren von einer großen Immobilienfirma, ich glaube in Sydney gelesen, die sich darauf spezialisiert hatte, hochwertige Immobilien, die nicht gut liefen bzw. die ständig den Besitzer wechselten zu verkaufen. Und das wohl auch erfolgreich, nachdem sie diese haben energetisch reinigen lassen.

Du brauchst eine feuerfeste Schale, am besten mit kleinen Kieseln darin, in die Du entweder ein Stück Glut aus dem Ofen gibst oder moderne Räucherkohle, die meist auch bereits eine Anzündhilfe beeinhaltet und sicher und langsam durchglüht. Darauf gibst Du je nach Absicht ein bestimmtes Räuchergut oder Kraut, oder auch eine Mischung. Damit gehst Du dann alle Räume, vor allem Krankenzimmer, und ggf. Stall, Scheune und Werkstatt ab und fächelst den Rauch zB mit Hilfe einer Feder in alle Ecken. Zum Schluss werden auch Mensch und Tier beräuchert. Dabei kannst Du entsprechende Gebete, Mantras oder Gesänge wiederholen – laut oder leise für Dich, je nachdem, wie Du oder Deine Umgebung zu solchen Bräuchen steht :-)

Räucherstoffe bekommst Du bereits fertig vorbereitet, kannst aber natürlich auch selbst gesammelte und getrocknete Kräuter verwenden.

Manchmal kommen auch festgeschnürte Kräuterbündel zum Einsatz, vor allem Salbei, die dann direkt angezündet werden. Mit der Schale ist es allerdings einfacher und auch etwas sicherer.

Salbei – hat eine starke feinstoffliche Reinigungskraft

Kampfer – löscht alte Informationen im Haus

Angelikawurzel – erhellt die Raumschwingung

Weihrauch (Harz)– bringt Segen, erhöht die Energie

Wacholder – vertreibt negative Einflüsse und Krankheit

Myrrhe – desinfiziert, klärt, reinigt und schenkt Ruhe

Myrthe – sorgt für Klarheit, Reinheit und bringt Frieden

Thymian – reinigt und stärkt die Energie

Ich denke, es ist letztlich vielleicht gar nicht so relevant, ob des tatsächlich der Rauch selbst ist, oder die Aufmerksamkeit, die man den Dingen schenkt, die etwas bewirken können. WIr erinnern uns, das Außen folgt dem Innern, also unserer Aufmerksamkeit.

Möge alles Dunkle und alles, was uns nicht mehr dient verschwinden. Wir laden Ruhe, Liebe, Frieden und Gesundheit ein, auf dass das Licht sich verbreite.

Hier kannst Du auch den passenden Podcast dazu hören.

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Zeitreise

Wenn du merkst, dass eine Situation dich um deine Ruhe bringt, zum Beispiel eine schlimme Diagnose, ein Streit oder auch Corona und es dir schwer fällt, gelassen und besonnen zu entscheiden und handeln, dann ist es meist hilfreich, sich alles mit etwas Abstand zu betrachten. 

Ich stelle mir dann vor, wie ich selbst als alte Frau die Sache sehen würde , oder manchmal sogar, wie zukünftige Generationen auf die Situation schauen werden. 

Das funktioniert um so besser, wenn du weißt, welche Werte dir wichtig sind und wie einmal du gelebt haben möchtest.  Dazu gibt es viele gute Übungen und es lohnt sich auch hier in relativ entspannten Zeiten vorzuarbeiten.

Um die allererste Panik, die schlimmsten Emotionen unter Kontrolle zu bringen, helfen zum Beispiel Atemübungen, ein Gespräch oder ein längerer Spaziergang, alles, was Dir wieder soliden Boden unter die Füße gibt. Idealerweise hast Du das in entspannten Zeiten bereits trainiert. 

Wenn Du Dich dann auf dieses kleine Gedankenspiel einlässt, wirst Du merken, dass mit ausreichend Abstand so manches komplett irrelevant wird und so manche Lösung ohne die momentan so richtig und wichtig erscheinenden starken Emotionen plötzlich klar vor Dir liegt.

Deshalb – lass uns öfter in die Zukunft reisen!


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Du bist (D)ein Schöpfer – Gesundheitsbasics #7 , über die Kraft Deiner Gedanken

Heute habe ich wieder einen gekürzten Ausschnitt aus meinem Buch für Dich.

Es ist eines der Themen, die mir immer wieder sehr am Herzen liegen, da es in der modernen Medizin oft viel zu kurz kommt. Dabei beginnt die moderne Medizin wohl schon vor ca 2500 Jahren, wie dieses Zitat zeigt:

„Das ist der größte Fehler bei der Behandlung von Krankheiten, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo beides doch nicht getrennt werden kann.“

(Plato, 427–348 od. 347 v. Chr., griechischer Philosoph)

Es gibt in uns eine Kraft, die extrem viel Veränderung bewirken kann – Deinen Geist, Deine Gedanken. Du bist ein Schöpferwesen.

Während das Weltbild in unserer westlichen Kultur sehr materialistisch geprägt ist und der Bereich des weitgehend unerforschten Bewusstseins gern noch in die Esoterik-Ecke geschoben wird, ist es in anderen Kulturen traditionell genau andersherum. In Tibet z. B. lag über Jahrhunderte der Schwerpunkt der Forscher im spirituellen Bereich. So kennt man in den tibetischen Lehren mindestens sechs verschiedene Bewusstseinszustände bis über den körperlichen Tod hinaus, während wir immer noch diskutieren, was das Bewusstsein eigentlich ist und wo genau es seinen Ursprung hat. Auch wenn sich moderne Hirnforschung zwar vorwiegend auf das Organ selbst und dessen Physiologie bezieht, hat sie uns gemeinsam mit der weiter greifenden Psychoneuroimmunologie, der Lernforschung sowie der Psychologie viele sehr nützliche Erkenntnisse gebracht, die zum Verständnis von Lernprozessen und dem, was uns eigentlich steuert, wie wir z. B. Entscheidungen treffen, beitragen.

Aus dem Blickwinkel sowohl der ganzheitlichen Medizin als auch dem Ayurveda sind Körper, Geist und Seele nicht zu trennen. Auch die moderne Wissenschaft hat bestätigt, dass sich unser Gemütszustand und unsere Gedanken direkt auf unseren Körper auswirken und auch umgekehrt. Es ist gut belegt, dass negativer, mentaler Stress unser Immunsystem beeinträchtigt und auf Dauer krank macht. Es ist aber vermutlich jedem auch ohne wissenschaftliche Beweise klar, dass sich unsere Stimmung unmittelbar auf unsere Körperhaltung, Atmung, den Blutdruck niederschlagen kann. Und dass körperliche Schmerzen und Unwohlsein sich umgekehrt direkt auf unseren Geist auswirken, ebenfalls.

Natürlich muss diese Verbindung nicht immer negativ sein. Im Gegenteil: Körper und Geist können sich natürlich auch positiv beeinflussen. Wenn wir den Mund zu einem Lächeln verziehen, reagieren wir auch bei ursprünglich schlechter Stimmung nach einer Weile mit der Ausschüttung von Glückshormonen und fühlen uns besser. Unser Körper antwortet ganz nach dem Motto: Wenn sie lächelt, muss es ihr wohl gutgehen.

Im letzten Kapitel habe ich bereits beschrieben, wie wir über die Atmung unsere Angst eindämmen und andere Körperfunktionen beeinflussen können. Ebenso hat unsere Körperhaltung Einfluss auf unser Empfinden. Das kannst Du direkt ausprobieren:

Stell Dir vor, Du hast ein wichtiges Gespräch, vor dem Du Dich vielleicht sogar ein bisschen unwohl fühlst. Nun lass zuerst die Schultern und den Kopf hängen und sacke ein bisschen in Dich zusammen. Wie fühlst Du Dich? Selbstbewusst? Glaubst Du an Dich und Dein Können?

Nun atme tief ein, richte Dich auf, straffe die Schultern – wahrscheinlich ändert sich dabei automatisch Dein Gesichtsausdruck. Fühlst Du den Unterschied?

Über diese recht offensichtlichen Zusammenhänge hinaus sehen wir den Einfluss unseres Geistes auf den Körper in weit komplexeren Situationen. Ich finde es ziemlich faszinierend und wundere mich immer wieder, warum Forschung auf diesem Gebiet nicht mehr gefördert wird.

Du hast mit Sicherheit schon einmal vom Placeboeffekt gehört.

Placebo bedeutet übersetzt „Ich möchte gefallen“ und bezeichnet heute eine Scheintherapie, die trotz fehlendem Wirkstoff oder echtem Eingriff zum gewünschten Erfolg führt.

Im Gegenzug ist auch der Noceboeffekt beschrieben (nocebo = „Ich werde schaden“), bei dem wir negative Auswirkungen einer Therapie erkennen, ohne diese durch die Inhaltsstoffe erklären zu können.

Wir beobachten beides eigentlich ständig, auch wenn wir uns als Ärzte dessen vielleicht gar nicht direkt bewusst sind. Jede Kommunikation hat eine Wirkung, ob wir das beabsichtigen oder nicht. Der Placeboeffekt könnte viel gezielter eingesetzt werden und so nebenwirkungsfrei vielen Menschen zu Linderung und mehr Wohlbefinden verhelfen. Leider hören wir davon aber wesentlich häufiger im Kontext von Homöopathie und naturheilkundlichen Mitteln, deren Effekt damit vermeintlich negiert wird.

Dabei vergessen wir aber meist eine wichtige Tatsache: Der Placeboeffekt ist ein Effekt.

Das heißt, auch wenn wir es nicht durch Inhaltsstoffe erklären können, kommt es zu einer Besserung, und das zumeist auch ohne Nebenwirkungen. Diesen Effekt könnten wir durch geschulte Kommunikation, aber auch durch Schulung der Menschen selbst herbeiführen und damit viele Therapien gezielt unterstützen, wenn nicht sogar ersetzen. Spannend ist nämlich, dass das sogar funktioniert, wenn man dem Patienten vorher erzählt, dass er gerade eine Zuckerpille bekommt, aber dass diese den meisten Menschen geholfen hat.

Stattdessen wird durch fehlendes Wissen über diese Mechanismen immer wieder sogar der Noceboeffekt herbeibeschworen. Da hilft meist auch nicht der Hinweis: „Lesen Sie den Beipackzettel am besten gar nicht!“ Im Gegenteil.

Der Noceboeffekt kann natürlich auch über verbale Kommunikation und wiederholte Eindrücke eintreten – ein Phänomen, welches gerade im Augenblick im Rahmen der täglichen Berichterstattung und Schwarzmalerei leider vergessen zu sein scheint, aber in meinen Augen absolut nicht zu unterschätzen ist.

Wenn wir davon ausgehen, dass es sich hier letztlich um ähnliche Prinzipien wie bei der Hypnose handelt, dann dürfen wir nämlich das Vertrauen und die Offenheit unseres Gegenübers für die Botschaft nicht unterschätzen – zumindest, wenn wir möglichst keinen Noceboeffekt herbeiführen möchten.

Vielleicht klingt das nun ein bisschen unheimlich für Dich.

Die meisten kennen Hypnose ja vor allem aus dubiosen Shows, in denen Menschen dazu gebracht werden können, am Stuhl festzukleben, ihren Namen zu vergessen oder wie ein Huhn gackernd über die Bühne zu laufen. Das ist natürlich nicht unbedingt das, was wir erleben möchten. Allerdings finde ich auch hier faszinierend, was möglich ist, nur weil der Mensch es nun glaubt!

Hypnose findet tatsächlich ständig statt. Vereinfacht gesagt immer dann, wenn unser Geist offen für die Botschaft ist. Also z. B. ausgehend vom Arzt oder von Respektspersonen und Medien, denen wir vertrauen – wenn wir die Botschaft nur häufig genug hören, ohne sie zu überdenken. Der letzte Satzteil ist übrigens ganz wesentlich: Es braucht Deine Bereitschaft einfach (ungeprüft) aufzunehmen.

Am allermeisten hypnotisierst Du Dich allerdings selbst! Ständig.

Lausche einfach mal auf Deinen inneren Dialog und achte auf den Grundtenor. Bist Du achtsam und liebevoll mit Dir? Wo ist Dein Fokus? Auf Deinen Erfolgen? Auf den schönen Dingen, den Dingen, die Dir guttun? Oder vielleicht doch eher auf dem, was vielleicht nicht so gut lief, auf den Schwächen Deines Partners oder Deinen eigenen? Passt das dazu, wie Du Dein Leben erlebst? Meistens bestätigt sich der Inhalt unserer inneren Kommunikation, denn auch das ist Kohärenz.

Es ist in sich viel stimmiger, wenn Dein Geist nach Beweisen für die Gedanken sucht, quasi damit er nicht zugeben muss, sich getäuscht zu haben, damit er recht behält. Wenn Du z. B. Deinen Fokus auf das unaufgeräumte Zimmer Deines Teenagers legst, wirst Du wahrscheinlich vermehrt ungewaschene Klamotten, Essensreste und anderen Kram sehen, während Dir die Tage, an denen mal sauber ist, oder die wunderbar dekorierte Bilderecke gar nicht mehr auffallen.

Dies läuft meist im Hintergrund und unbewusst ab, bis Du den Scheinwerfer darauf richtest.

Es ist leider bei uns sogar völlig normal, sich selbst kleinzureden und den Fokus auf die Schwachstellen zu richten – auch etwas, das man in anderen Kulturen so nicht findet. Es gibt eine Anekdote über den Dalai Lama, der wohl einmal einer Konferenz in Amerika beigewohnt haben soll, bei der immer wieder das Wort Selbsthass fiel. Er musste schließlich bei seinem Übersetzer nachfragen, weil ihm das Wort aus seiner eigenen Sprache und Erfahrung gänzlich unbekannt war …

Wenn wir das Gesagte nun zusammenfassen, würde das simpel ausgedrückt bedeuten, dass wir mit dem, was unser Geist im Fokus hält, ob uns das nun bewusst oder nicht bewusst ist, Materie verändern können. Wow! Das sollten wir doch nutzen! Unsere Gedanken, unseren Fokus auf das richten, was wir wollen.

Das bezieht sich zwar erst mal nur auf unseren eigenen Körper und indirekt auf unsere Umwelt, da wir vor allem unser Erleben verändern, aber ich finde das schon ziemlich beeindruckend. Tatsächlich ist aber auch das alles andere als eine neue Erkenntnis, sondern seit Menschengedenken in schamanistischen Kulturen und traditionellen Heilsystemen gängige Praxis.

Leider haben wir dieses fantastische Werkzeug aus unserem Denken weitgehend als minderwertig verbannt und müssen uns diese Weisheiten erst wieder mühsam zusammensuchen.

Glücklicherweise helfen unserem auf Wissenschaft trainierten Hirn dabei sogar modernste Forschungen, z. B. aus der Quantenphysik. Wenn wir uns überlegen, dass in unserer so soliden Welt mit all ihrer greifbaren Materie doch letztlich alles reine Energie ist, ist das schon erst mal faszinierend. In einem Atom ist wesentlich mehr Leere, also Raum, der von Energie ausgefüllt wird, als Teilchen. Wir wissen heute, wenn wir diese kleinsten Teilchen schließlich noch weiter herunterbrechen, bleibt nachher selbst davon nur eine Welle übrig – wieder Energie, die lediglich unter Beobachtung Form annimmt, die von uns beeinflusst werden kann. Die Physiker unter Euch mögen mir die stark vereinfachte Darstellung verzeihen.

Natürlich möchte ich hier nicht behaupten, der Tisch, an dem ich gerade sitze, sei nicht stabil, und wenn ich mich nur fest genug konzentriere, kann ich ihn in einen Sessel verwandeln. Ich zumindest kann das nicht :-)

Allerdings gibt es jede Menge Experimente, die zeigen, dass es sehr wohl möglich ist, Materie und die Welt um uns herum durch den Geist zu beeinflussen. Es fällt den meisten von uns allerdings einfach noch schwer, das nachzuvollziehen, weil es noch keine wirklich schlüssige Erklärung gibt.

Daran, dass es vielen von uns heute trotzdem so schwerfällt, diese Dinge als wahr zu akzeptieren und die Erkenntnisse daraus zu nutzen, können wir ein weiteres Phänomen erkennen. Vielleicht das wichtigste überhaupt: Wir selbst bestimmen, was wir in unserem Leben für möglich halten und was nicht.

Heute bezeichnen wir diese innere Wahrheit, die unsere Grenzen festlegt, oft als Glaubenssätze. Dies sind Programmierungen, meist aus der Kindheit, die irgendwann einmal sinnvoll für unser System waren, z. B. um uns zu schützen, um dafür zu sorgen, dass wir dazugehören durften. Da in der frühen Kindheit unser Gehirn quasi auf Dauerhypnose steht, sind wir in dieser Phase sehr empfänglich für Botschaften, mit denen wir uns später identifizieren. Vor allem da wir in dieser Lebensphase gleichzeitig sehr verletzlich sind und unser Überleben von den Menschen um uns herum abhängt, tun wir meist alles, um zu kooperieren. Wenn das bedeutet, zu akzeptieren, dass andere wichtiger sind, dass wir besser nicht unsere Meinung sagen, schon gar nicht laut oder dass gewisse Dinge einfach nicht gehen, dann ist das eben so und führt häufig zu Glaubenssätzen wie: „Um geliebt zu werden, muss ich brav sein und mich anpassen“ oder „Ich bin nicht gut genug“. Dass man sich auch als Erwachsener noch an diese „Regeln“ hält, gilt sogar für Tiere, wie das Beispiel von Rindern oder indischen Arbeitselefanten zeigt.

Es erstaunt oft, wenn man sieht, welch kleine Kette um einen Fuß einen großen Elefanten am Platz festhält. Sicher könnte er diese auch zerreißen, aber er hat als kleines Elefantenkalb gelernt, dass das nicht geht, und er probiert es schlichtweg nicht mehr aus.

Wenn Kälber früh erfahren, dass der Elektrozaun „beißt“, wird auch ein ausgewachsener Bulle hinter einem dünnen Stück Draht stehenbleiben. Wobei ich im Sommer trotzdem jedes Mal mit einem mulmigen Gefühl unsere Einfahrt hochlaufe, wo nur durch eine einfache Litze von mir getrennt der Riesenbulle steht …

Das Gleiche gilt oft für uns Menschen.

Leider sind diese Glaubenssätze meist unbewusst, und es ist oft gar nicht so leicht, diese zu erkennen, um etwas daran zu verändern. Allerdings ist es für unser Leben vielleicht auch gar nicht so wichtig, in der Vergangenheit zu graben, um eine Begründung für unser Verhalten und immer wiederkehrende Lebensgeschichten zu finden. Es ist viel wichtiger, zu überlegen, wie Du Dein Leben JETZT gestalten möchtest, und zu versuchen, neue Glaubenssätze zu etablieren. Das braucht unter Umständen viel Zeit und vor allem einen starken Fokus. Aber es ist möglich! Wie wir aus der Geschichte von Roger Banister und vielen anderen persönlichen Heldengeschichten, in denen Menschen wie Du und ich über sich selbst hinausgewachsen sind, sehen können.

Als Roger Banister 1946 mit dem Laufsport begann, galt es als physisch unmöglich, dass ein Mensch die Meile unter 4 Minuten laufen könne. Er jedoch beschloss, diesen allgemeinen Glaubenssatz nicht als Wahrheit zu akzeptieren, und schaffte einige Jahre später als Erster den absoluten Rekord von 3:59,4 Minuten.

Doch nachdem der Glaubenssatz seine Gültigkeit verloren hatte, unterbot bereits wenige Wochen später John Landy den Rekord und lief die Strecke in 3:57,9 Minuten. Der Rekord über die Meile liegt aktuell bei 3:43:13 Minuten, aufgestellt durch den Marokkaner Hicham El Guerrouj.

Es gibt Geschichten über Yogis und einzelne Menschen, die noch ganz andere Dinge bewerkstelligen können, aber hier weiterzulesen und daran zu glauben oder nicht, überlasse ich Dir selbst.

Es liegt auch an Dir, ob Du lieber graben und eine Begründung für Deine nicht idealen Lebensumstände suchen möchtest oder ob Du Dich anders entscheidest. Ob Du Ausreden suchst oder beschließt, Deinen Fokus zu ändern und die Umstände als Sprungbrett zu sehen. Beides ist möglich.

Mein Rat ist, wenn Du in einer schwierigen Situation steckst oder eine schlechte Prognose erhalten hast, denke immer daran: Du bist keine Statistik. Suche nach Menschen, die es geschafft haben, suche die Erfolgsgeschichten und umgib Dich mit dieser Energie des Machbaren. Zeige Deinem Geist wieder und wieder, dass es möglich ist. Etabliere Stück für Stück eine neue Richtung.


„Veränderung geschieht, weil Gedanken, die betrachtet werden,

sich anders verhalten als Gedanken, die unbetrachtet bleiben.“

(David J. Bohm, 1917–1992, US-amerikanischer Quantenphysiker und Philosoph)

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Das Immunsystem stärken – Meine besten Tipps

Gar nicht erst krank werden oder möglichst schnell wieder fit.

Ich habe jetzt doch mal in meine verschiedenen ‚Schubladen‘ gegriffen, um Dir meine besten Tipps für bzw. gegen virale Erkrankungen zur Verfügung zu stellen.

Ziel ist ein starkes Immunsystem, um gesund zu bleiben und falls es Dich doch erwischt, natürliche Symptomlinderung, um schnell wieder auf die Füße zu kommen.

Pick Dir raus, was Dir gut tut und sorge für Dich, ohne dabei in Stress zu geraten, denn

Tipp Nr. 1

Sei so entspannt wie möglich denn Stress, Angst und schlechte Stimmung tut Deinem Immunsystem nicht gut.

Tipp Nr. 2 

Gehe so viel wie möglich raus in die Sonne und lass die Frühlingssonne Vitamin D  und gute Laune produzieren.

Wenn das aus irgendeinem Grund nicht geht, lass Deinen Blutspiegel überprüfen und ergänze wenn nötig.

Tipp Nr. 3 

Bewege Dich viel, möglichst in der Natur. Das geht auch zu Coronazeiten –  halte einfach ausreichend Abstand .

Tipp Nr. 4 

Schlafe ausreichend.

Tipp Nr. 5

Sorge für gute Gedanken, gute Gespräche, guten Input, gute Kontakte, die Dein Herz weiten.

Tipp Nr. 6

Halte Dein Immunsystem auf Trab, indem Du für ungewohnte Reize sorgst –  zB. Kaltwassergüsse, kalte Dusche, Arm- und Fußbäder

Wichtig: Immer wieder warm beenden.

Tipp Nr. 7

Ernähre Dich qualititativ hochwertig, frisch und vitalstoffreich, möglichst Bio und natürlich. Achte auch darauf, dass Du Dein Essen gut verdaust – der Ayurveda emp fiehlt zB vorwiegend  gekochtes Essen, da leichter verdaulich.

Natur: Vitalstoffbomben sind jetzt im Frühling Wildkräuter.

Tipp Nr. 8

Wenn Dein Immunsystem schon länger schwächelt, dann lass mal Deinen Mikronährstoffhaushalt überprüfen und ergänze zB Vit C, Vit D, Zink, Selen, B6…


Tatsächlich ist inzwischen aus den vielen Tipps ein Buch geworden! “Aktiviere Deine Selbstheilungskräfte” fasst das, was Du selbst nachhaltig für Dich tun kannst, zusammen. Allerdings etwas länger als ein Blogartikel…


Und wenn es Dich nun doch erwischt hat – muss ja nicht immer gleich Covid19 sein – dann heißt es bei Viruserkrankungen Symptome lindern und den Körper möglichst seine Arbeit machen lassen.

  • sorge für ausreichend Ruhe und Schlaf
  • sorge für Licht und frische Luft
  • ernähre Dich leicht und hör auf Dein Bauchgefühl – natürlich weiter möglichst ohne dass die Qualität leidet

verstopfte Nase:

  • am besten hast Du bereits durch Nasya bei der ayurvedischen Morgenroutine vorgesorgt. Inhaliere mit Kamille, Salbei, Eukalyptus, Thymian
  • trinke viel, mindestens Zimmerwarm
  • Meerretich (essen!) putzt durch und ist antiseptisch

Halsschmerzen:

  • halte den Hals warm.
  • Bei starken Schluckbeschwerden kann aber auch kalt Linderung verschaffen. Gurgle mit Kamille, Salbei, Thymian und Oreganotee
  • Trinke Schluckweise Ingwertee mit etwas Honig
  • Lutsche Halsbonbons – achte aber auf natürliche Inhaltsstoffe

Husten:

  • Inhalieren wie oben
  • Tees wie oben

Hustensaft :

a) Zwiebeln mit Honig ziehen lassen, Sud einnehmen

b) geriebenen Meerrettich mit Honig verrühren und einneh men

c) geriebenen Ingwer mit Honig einnehmen

Einreiben mit Salben, die äth Öle enthalten (Eukalyptus, Kampher…), ich persönlich finde Transpulmin pragmatisch gut, vor allem Nachts- macht auch die Nase frei.

Auflagen/Brustwickel mit Weißkohlblättern, Quark oder Kartoffeln

Fieber:

  • erstmal lassen – der Körper versucht, das richtige zu tun
  • aber spätestens bei 40°C oder wenn es über längere Zeit nicht sinkt, mit Wadenwickeln und ggf. apothekenpflichtigen Medikamenten senken

Gliederschmerzen:

  • in den meisten Fällen hilft Ruhe und Wärme
  • zB im Bett oder auch eine warme Badewanne zB mit Birkenblättern, Brennnesselblättern oder Fichtennadeln oder entsprechenden Erkältungs bädern
  • manchmal hilft allerdings auch Kälte –  fühle, nach was Dein Körper gera de verlangt, zB kalte Wickel an Armen oder Beinen (immer mit trocke nem Tuch abdecken)

Anschubser fürs Immunsystem und natürliche Mittel gegen Viren, Bakterien und Co:

  • Meerrettich
  • Kapuzinerkresse – aus den beiden gibt es auch einige Fertigpräparate
  • Zwiebel
  • Ingwer
  • Curcuma
  • Knoblauch
  • Echinacea

Sei nicht leichtsinnig –  Bei Atemnot, anhaltend hohem Fieber oder wenn Du das Gefühl hast, Du brauchst Hilfe, dann melde Dich bitte bei Deinem Arzt! Ruf Deinen Hausarzt an oder wähle die 116 117

Sorge für Dich und bleib in Deiner Mitte!

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Wenn Du nachhaltig und von Grund auf etwas für Deine Gesundheit tun willst, dann lass mich Dich 4 Monate begleiten und komm in ‘Deine Gesundheitswerkstatt’: https://drpetrabarron.coachy.net/lp/deine-gesundheitswerkstatt

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Weihnachten ´19 – Geben und (sich) Verschenken

Weihnachten, Fest der Liebe und Fest des Gebens.

Über was freust Du Dich am meisten?
Was verschenkst Du dieses Jahr? Dich selbst?

An Weihnachten macht man sich Geschenke. Das ist schön. 

In unserer durch Werbung und Konsum gesteuerten Welt bedeutet das meist, man gibt sich gegenseitig “etwas”, von dem man glaubt, dass es der andere gern hätte oder vielleicht sogar braucht.

Schön soll es sein und vielleicht sogar ein bisschen teuer, damit der Beschenkte sieht, wie wichtig er uns ist. Außerdem bekommen und verschenken die anderen, die Nachbarn, der Rest der Familie ja auch so viel. Da will man ja nicht als geizig dastehen.

Und weil man ja oft an so viele verschiedene Menschen denken muss und dann will ja auch noch das Weihnachtsfest organisiert sein, der Adventsbasar und die Firmenweihnachtsfeier, wird Weihnachten für viele von uns zum Stress.

Da bleibt dann vor lauter Geben nicht mehr viel übrig für das Fest der Liebe. Stattdessen haben die meisten gerade vor Weihnachten riesige To-Do-Listen, privat und beruflich, da man ja das alte Jahr gut abschließen möchte. Selbst Weihnachtsfeiern, die ja eigentlich Freude bereiten sollten, werden so oft zum Pflichtprogramm – einem weiteren Punkt auf der To-Do-Liste, der abgearbeitet werden möchte. 

Am Ende haben wir dann oft im Außen ein “Hochglanz- Vorzeige- Weihnachtsfest”, aber innendrin ist nur noch Erschöpfung und Leere übrig.

So ist das nun mal, das haben wir ja schließlich schon immer so gemacht.

Weihnachten steht doch für Geben, oder nicht? Ja, aber auch für Freude und Liebe. Echtes Geben und (sich) Verschenken kommt aus der inneren Fülle.

Du kannst nur ausschenken, wenn Dein Gefäß voll ist –  aus einer leeren Wasserflasche kann niemand seinen Durst stillen.

Also sorge dafür, dass Dein Gefäß nicht leer wird, fülle Dich selbst, damit Du in Liebe und mit Freude geben kannst. Damit Du an Weihnachten leuchtest und es für alle ein Fest mit innerer Fülle werden kann.

  • nimm Dir Zeit für Dich – immer wieder. Gerade, wenn alles zu viel erscheint. Kurze Momente, ein Saunaabend, ein entspanntes Bad, die beruhigende Tasse Tee beim Einkaufsbummel….
  • ändere Deinen Blickwinkel das funktioniert am besten, wenn Du Dir vorher ein bisschen Ruhe gegönnt hast. Betrachte die Feiern, den Basar, das Beschenken und Organisieren mit Dankbarkeit. Erkenne wieder, warum Du das tust, dass es keine Pflicht, sondern ein Privileg ist und es Dir und anderen Freude bereiten soll.
  • ändere die Dinge, die Du nicht magst. Wenn bei Deiner Weihnachtsplanung Dinge auftauchen, die Dir selbst in Ruhe keine Freude machen, entscheide, ob Du sie abgeben, verändern oder streichen kannst. Vielleicht denkst nicht nur Du so darüber, es wurde nur nie angesprochen. Möglicherweise würde Deine Schwiegermutter auch lieber essen gehen und legt überhaupt keinen Wert darauf, dass Du ein 5 Gänge Menu hinzauberst, oder Dein Sohn würde gern kochen, wollte Dir aber nicht vorgreifen.
  • Deine Zeit ist kostbar… und meist spürt Dein Gegenüber sehr genau, wenn Du etwas nur aus Pflichtgefühl oder Aufopferung tust und kann es auch nicht wirklich genießen. 
  • verschenke Dich selbst indem Du so gut für Dich sorgst, dass Du andere mit Deiner Ruhe, Gelassenheit und guten Laune ansteckst. So verschenkst Du Liebe und echte Weihnachtsstimmung.
  • Mach mal Nichts… Manchmal ist eine schöne Geschichte bei Kerzenlicht für alle die bessere Variante, als der 5. Besuch auf dem Weihnachtsmarkt.
  • mach Abstriche beim üblichen Programm, eine verpasste Klavierstunde macht langfristig keinen Unterschied, auch wenn Sie schon bezahlt ist. Im Zweifel zahlst Du doppelt, mit Geld UND Zeit!
  • mach Abstriche bei Deinen Ansprüchen und Erwartungen.

In 20 Jahren erinnert sich niemand mehr an die perfekte Deko, das perfekte Weihnachtsessen, Klaviervorspiel oder Geschenk. Die Stimmung bleibt im Gedächtnis.

Wie feierst Du Weihnachten?
Was verschenkst Du dieses Jahr? Dich selbst?


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Das Fundament oder Gesundheitsbasics Einführung

Wie im letzten Blog schon angedeutet, gibt es eine Menge Punkte, wo Du für Dich selbst und Deine Gesundheit ansetzen kannst.

Nämlich all das, was ich gerne zur gesundheitsfördernden Basis zähle und dessen verschiedene Puzzlesteine man vielleicht auch als eine Art Grundbedingung für funktionierendes menschliches Leben bezeichnen könnte:


1. Ernährung – was, wann, wie – Stichwort QUALITÄT – hier zählen heute in meinen Augen auch ganz explizit Mikronährstoffe hinein, denn trotz guter Versorgung oder sogar Überangebot an Makronährstoffen, scheinen heute nicht wenige Menschen an verschiedensten Mängeln zu leiden.

2. Schlaf –  die wenigsten bekommen genug erholsamen Schlaf.

… die Balance zwischen …

3. Bewegung – darüber braucht man eigentlich nicht mehr reden, das ist inzwischen fast überall angekommen, wobei es auch hier um das richtige Maß und das Wohlfühlelement geht.

… und …

4. Entspannung – bewußt und gezielt, nicht vorm Bildschirm. 

5. Das nicht-körperliche (das könnte etwas mehr werden :-) – hier geht es auch um Sinnfindung wer oder was bin ich? was will ich? fühle ich mich geliebt, anerkannt? 

Was auch dazu zählt, aber nicht isoliert betrachtet werden kann, da das alles in einandergreift und sich gegenseitig beeinflusst sind dann noch:

6. Verdauung/ Mikrobiom

7. Mikronährstoffe

8. Säure-Basen-Haushalt

Vieles davon klingt vielleicht banal und unwichtig, vielleicht denkst Du sogar, dass Du hier bereits gut auf Dich achtest. Leider beobachte ich immer wieder, dass genau diese einfachen Dinge in unserer Leistungsgesellschaft kaum noch wirkliche Beachtung finden. Wenn, dann werden sie oft gleich aufgebauscht und evtl. sogar vermarket, was dazu führt, dass man sich schon wieder anstrengen und Zeit freischaufeln muss, um ja alles ‚richtig‘ und gut zu machen. Schwupps, schon sind wir wieder im Leistungsdruck anstatt einfach mit Leichtigkeit gesund zu Leben.

Es ist wohl heutzutage machmal eine Gratwanderung, selbstwirksam und gesund zu leben und dabei auch noch Entspannung zu fördern – hier kommt Intuition und Bewusstheit ins Spiel.

Eine Modalität, die das oben genannte in meinen Augen wunderbar unterstützt und uns viele einfach Werkzeuge an die Hand gibt, uns besser kennenzulernen und uns gezielt zu unterstützen ist die Ayurvedische Medizin.

Auch wenn viele damit eine fremde, indische Heilkunst verbinden, die nur schwerlich in unseren westlichen Alltag integrierbar scheint, wage ich zu behaupten, dass sehr viele Menschen, wahrscheinlich auch Du – vor allem, wenn Du ein gutes Gefühl für Dich und Deinen Körper hast – ständig Ayurveda praktizieren, auch wenn es Dir nicht bewußt ist.

Der gedankliche Ansatz mit Elemetelehre etc, auf dem die vedische Lehre beruht, ist zwar ein anderer, als der wissenschaftlich geprägte Konsens, in dem wir heute groß werden. Wenn man sich allerdings darauf einlassen kann, merkt man schnell, dass es sich um ein intuitives Wissen handelt, das sich überall auf der Welt unabhängig von Religion anwenden lässt.

Auch wenn hier viele schon sehr viele Ansätze erwähnt sind, wie wir auch unserer Psyche und selbst unserer Seele etwas gute tun können, hat meine Erfahrung gezeigt, dass es manchmal trotz allem schwierig ist, an tiefere Schichten heranzukommen. Selbst Dinge, die wir schon 1000 mal ‚bearbeitet‘ haben, sind auf einer unbewußten, emotionalen Ebene immernoch wirksam und unberührt geblieben. Hier kann es hilfreich sein, sich zusätzliche Hilfe zu holen, um  mehr Leichtigkeit und Freiheit zu erzielen.  Ein effektiver Weg ist zB. über die Trance. Einen Zustand zwischen Wachheit und Schlafen, in dem wir entspannt und konzentriert zugleich sind. 

Es gibt seit Beginn der Menschheit viele Wege diesen Zustand zu erreichen, zB rhythmische Musik, Trommeln, Tanzen, Malen, schamanische Rituale und anderes. Heute würde man vermutlich meistens den ‚sicheren‘ Rahmen einer Hypnose oder eines Seminars vorziehen.

Wichtig ist bei allem, dass es Dein Weg ist, dass Du die Entscheidungen selbstbestimmt und informiert getroffen hast und triffst.

Im Leben gibt es sehr wenige Dinge, die einfach schwarz und weiß sind. Es gibt  so gut wie immer (ich würde sogar immer) verschiedene Möglichkeiten, für die Du Dich entscheiden kannst. Selbst wenn ich jetzt mal beim Thema Gesundheit bleibe und auch wenn es für auf den ersten Blick vielleicht absurd klingt, auch der Tod kann eine wählbare Option sein und ist es defakto für viele Menschen. Ich rede hier nicht mal von Selbstmord oder Freitod, sondern zB sich bewußt für ein möglichst würdevolles Sterben und gegen eine nebenwirkungsträchtige und nur eventuell nutzenbringende Therapie zu entscheiden. 

Wir müssen ständig Möglichkeiten gegeneinander abwägen und je bewußter wir das tun, desto eher können wir eine Entscheidung treffen, hinter der wir nach her mit Kopf, Herz und Bauch stehen können. Das gilt für alle Bereiche des Lebens.

Es geht hier auch um kleinere Entscheidungen. ZB sollten auch gesundheitsfördernde Maßnahmen, wie eine Ernährungsumstellung zu Dir passen. Lieber veränderst Du etwas in kleinen Schritten, so dass Du dahinter stehen kannst, es Dir bestenfalls sogar Spaß macht und es auch in Deinen Alltag passt, als mit der Holzhammermethode, im schlimmsten Fall noch aus Angst, Dein Leben so auf den Kopf zu stellen, dass Du Dich nicht mehr wohl fühlst.

Nicht falsch verstehen – auch das ist manchmal richtig und nötig –  aber dann spürt man das bestenfalls auch so.

Der wichtigste Punkt ist: Es ist Dein Weg – geh ihn so pragmatisch wie nötig und so freudvoll wie möglich!

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Wer schreibt hier eigentlich und was hat das mit Dir zu tun?

Da ich zwar schon einer Weile immer mal wieder einen Blog Artikel geschrieben habe, aber eigentlich erst jetzt ernsthaft begonnen habe, diese auch zu veröffentlichen (was ja nun der Sinn der Sache ist….), wollte ich nochmal ein bisschen von mir und von dem erzählen, was ich mache und für was ich stehe.

Ich bin ganz normal schulmedizinisch ausgebildete Ärztin und habe auch ein paar Jahre in der Klinik verbracht. Während des Studiums in Heidelberg als Aushilfe in der Pflege und später in den üblichen Famulaturen, die ich teilweise im Ausland verbracht habe und dann nach dem Studium mehrere Jahre in verschiedenen Fachrichtungen, vorwiegend in der Frauenheilkunde.

Irgendwie wusste ich schon immer, dass die Medizin mein Weg sein würde, obwohl ich als Kind noch zwischen Tier- und Menschenmedizin geschwankt habe.

Es hat mich damals schon interessiert, was hinter den Dingen ist, was das Leben ausmacht. So habe ich mich schon als junger Teenager mit Nahtodberichten, spirituellen Texten und allem möglichen, was man vielleicht als Esoterik bezeichnen würde befasst. Ich wollte den Menschen als Ganzes erfassen. Im Studium lag dann allerdings das Hauptaugenmerk auf dem Körper und erfasst wurde nur mit dem Verstand. Dies setzte sich auch in der Klinik so fort. Fast unmerklich habe auch ich so den Zugang zu tieferen Schichten und zu dem verloren, was mir ursprünglich so wichtig gewesen war. Es schien hinter den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Errungenschaften der modernen Medizin einfach naiv und unwichtig.

Allerdings wurde ich, obwohl mir die Arbeit zunächst wirklich Spaß gemacht hat, immer unzufriedener. Vieles erschien mir falsch und ich hatte zunehmend das Gefühl, dass nicht der Patient im Mittelpunkt stand. Dazu kam eine immer höhere Arbeitsbelastung, die mir nach der Kinderpause erst so richtig bewußt wurde. Bei gleicher Patientenzahl erschien die Arbeit plötzlich kaum noch zu bewältigen, alle waren ständig gestresst und am wenigsten profitierte scheinbar der Patient von der vielen Arbeit. Aber zum Thema fehlgeleitetes Gesundheitssytem gibt es viele andere Artikel und wahrscheinlich werde ich auch dazu mal selbst nochwas schreiben- hier führt das jetzt in die falsche Richtung.

Um es kurz zu machen, mir wurde irgendwann klar, dass dies nicht meine Vorstellung von guter Medizin war, dass ich täglich meine eigentlichen Überzeugungen und Werte verraten musste, weil keine Zeit für ein richtiges Gespräch war oder Erwartungen erfüllt weren mussten, die in meinen Augen am Ziel -nämlich Gesundheit und Würde- vorbei gingen.  Dazu kam, dass es mit drei kleinen Kindern zu Hause nicht vereinbar war und ich merkte, dass ich nicht genug Kraft hatte, mich im System zu behaupten ohne krank zu werden.

Mit der Rückbesinnung auf das, was mir wirklich wichtig war,  kamen mir dann auch wieder Techniken in den Sinn, mit denen ich mich schon früher beschäftigt hatte – zB. Visualisieren, siehe hier auch den Blog zum Thema – und es traten Menschen, Weiterbildungen und Möglichkeiten in mein Leben, die mir Schritt für Schritt den Weg in mein jetziges Leben eröffneten.

Ich erinnere mich zB. nach einem Nachtdienst, den ich mal wieder als ziemlich stressig empfunden hatte, das ich morgens nach Dienstschluss meinen Frust darüber aufgeschrieben habe. Nach allem, was ich nicht mehr in meinem Leben wollte, fiel mir ein, dass ich mir vielleicht doch mal überlegen sollte, was ich denn eigentlich stattdessen will. Das habe ich dann tatsächlich ziemlich detailliert aufgeschrieben –  ich erinnere mich, dass ich das damals ganz schön schwierig fand, weil es so absurd erschien. In den folgenden Monaten geriet es dann wieder komplett in Vergessenheit, bis ich den Eintrag vor einiger Zeit zufällig wieder in die Hände bekommen habe. Ich bekomme heute noch eine Gänsehaut, weil letztlich jeder Punkt, den ich damals notiert habe, heute eingetroffen ist….

Warum schreibe ich das alles? 

Ich glaube, dass eingie von uns in einem Hamsterrad oder einem unschönen Zustand feststecken und das Gefühl haben, es läßt sich nichts ändern.

Zum einen also, um aufzuzeigen, dass es Auswege gibt, wir uns aber zunächst einmal bewußt werden müssen und ehrlich hinschauen, wo wir im Moment stehen und wo wir denn eigentlich wirklich hinwollen.

Zum anderen, weil ich erzählen wollte, wie ich zu dem kam, was ich heute mache und was für mich heute in der Medizin wichtig ist.

Heute arbeite ich freiberuflich und habe mich der ‚Basis‘ verschrieben. Ich berate als Ärztin Menschen, die entweder bereits eine Diagnose haben oder die merken, dass es noch Luft nach oben gibt, was Ihre Gesundheit betrifft. Dabei finde ich es heute essentiell – und die Erfahrung zeigt, dass dies nicht nur meine Vorstellung ist-, den Menschen als ganzes wahrzunehmen. Nicht nur den Körper oder nur den kranken Körperteil bzw. das Symptom, sondern auch den Geist, die Seele und das Umfeld.

Ich erhebe dabei keinen Anspruch auf 100%ige Richtigkeit. Ich schreibe und spreche hier aus meiner Erfahrung und meinem besten Wissen, aber selbstverständlich kann ich nicht für alle Menschen sprechen. 

Ich will Dich lediglich inspirieren, selbst nachzuforschen, zu hinterfragen, in Dich hineinzuspüren und Deinen Weg zu finden.

Ohne Frage ist moderne Medizin wichtig und wir können viel damit erreichen. Gerade in der Akutmedizin und im operativen sowie der körperlichen Diagnostik würde ich hier nicht gegen eine andere Modalität tauschen wollen.

Aber es scheint, dass viele Menschen doch ein Gefühl von ganzheitlicher Gesundheit und Selbstwirksamkeit missen oder merken, dass trotz fehlender Diagnose etwas nicht 100% in Ordnung ist.

Und auch wenn das schulmedizinisch so oft nicht gesehen wird, gibt es dazu auch entsprechend Evidence.

Ein wichtiges Stichwort hier ist die Salutogenese, also die Lehre der Gesundheitsentstehung – im Gegesatz zur sonst üblichen Pathogenese, der Krankheitsentstehung als Grundlage unseres Handelns.

Grob gesagt, handelt es sich bei der Salutogenese um ein Modell, das von Aaron Antonovski entwickelt wurde und in dem er beschreibt, was ein Mensch braucht, um einem (negativen) Einfluss zu begegnen und dabei gesund zu bleiben. Dafür sind drei Dinge wichtig: 

  • man muss die Situation, in der man sich befindet – zB eine Diagnose- verstehen.
  • man braucht das Gefühl, etwas tun, etwas bewirken zu können –  zB. ein Therapiekonzept, aber noch wichtiger selbst zur Heilung beitragen zu können.
  • und man sollte in der Situation möglichst noch einen Sinn erkennen- zB. die Erkrankung als einen Hinweis auf ungesunde Lebensumstände zu sehen, die es zu ändern gilt.

Es hat sich gezeigt, dass Menschen, denen es gelingt, diese drei Punkt zu erfüllen, ein Gefühl von Koheränz haben, das es Ihnen ermöglicht, besser mit einer Erkrankung umzugehen.

Der nächste wichtige Punkt, den ich machen möchte, ist der, dass es tatsächlich sehr viel gibt, das wir selbst steuern und für uns tun können.

Dazu dann mehr in den folgenden Artikeln :-)

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