Feed a cold and starve a fever – was ist dran an dem alten Gesundheitstipp?

Zuerst schriftlich zu finden ist diese alte Behandlungsregel wohl schon 1574. Gehalten hat sie sich zumindest im englischsprachigen Raum bis heute. Auf deutsch besagt dieser Satz, dass man sich bei Erkältungen besser gut mit Nahrung versorgt und bei Fieber besser fastet, um rasch und gut wieder über den Berg zu kommen.

In den letzten Jahren haben einige Wissenschaftler sich das ganze mal etwas genauer unter die Lupe genommen und durchaus erstaunliches festgestellt. Wie so häufig haben Dinge, die sich so lange halten, durchaus einen Wahrheitsgehalt. Dazu müssen wir aber erstmal hinschauen, was ist denn eine Erkältung, was verursacht sie meistens und was wissen wir dazu heute und was unterscheidet sie von den typischen Ursachen und Abläufen bei Fieber.

Vorneweg gesagt: so ganz verallgemeinern lässt es sich mal wieder nicht.

Aber eine gewisse Tendenz zeichnet sich wohl auch wissenschaftlich ab. Dafür spricht auch das, was viele Menschen beschreiben – die natürliche Appetitlosigkeit im Gegensatz zu regelrechten Gelüsten und Heißhunger im Krankheitsfall, vor allem nach Zucker. Es ist also mal wieder vermutlich sehr schlau, einfach auf dein Körpergefühl zu hören, zumindest solange es sich um eine Erkrankung handelt, die Du gut zu Hause auskurieren kannst und dabei Deinen Körper lediglich unterstützen möchtest.

Was also haben die Wissenschaftler nun beobachtet? Ein Team holländischer Wissenschaftler konnte 2002 bereits feststellen (allerdings mit einer sehr kleinen Probandenzahl), dass nach einer guten Mahlzeit die Immunantwort auf Viren deutlich gesteigert wurde. Und zwar um satte 450%!

Während Fasten die Produktion von Interleukin 4 steigert, das unsere Abwehr gegen Bakterien mitreguliert.

Passend dazu ist auch, dass Erkältungskrankheiten normalerweise ca 7-14 Tage dauern und es schlecht wäre so lange zu fasten, Fieber aber eher nur 1-2 Tage. Also hier wäre es normalerweise auch machbar zu fasten, vor allem, wenn Du Dich zum Essen zwingen müsstest.

2016 gab es ebenfalls interessante Versuche der Universität Yale zu diesem Thema an Mäusen. Auch hier wurde nicht wie im Spruch zwischen Cold und Fever unterschieden, sondern ebenfalls zwischen Viruserkrankung und bakterieller Infektion.

Die Ergebnisse überraschten wohl in ihrer Deutlichkeit sogar die Wissenschaftler. Wurden die Mäuse mit Grippeviren infiziert, konnte ihr überleben deutlich verbessert werden, wenn sie vor allem glucosereiche Nahrung bekamen und sogar damit Zwangsernährt wurden.

Hatte man sie allerdings mit Listerien infiziert, einem Bakterium, verweigerten sie das Futter und die meisten Mäuse wurden wieder gesund. Wurden diese Mäuse allerdings zwangsgefüttert, starben sie vermehrt und rasch.

Die Forscher gingen noch einen Schritt weiter und unterbanden den Glucosestoffwechsel, was den negativen Effekt der Nahrung wieder stoppte. Das bedeutet, dass zumindest im Mausexperiment Zucker bei bakteriellen Infektionen durchaus schädlich ist, was vor allem in Bezug auf Ernährungskonzepte für Patienten mit Sepsis und schweren bakteriellen Infekten weiter untersucht werden sollte.

Aber was bedeutet es nun für uns und die alltäglichen Probleme?

Hier ist es eben wieder einmal nicht so einfach und schwarz und weiß. Denn nicht jeder kleine Infekt ist viral und nicht jedes Fieber bakteriellen Ursprungs und es ist nicht unbedingt leicht, die eine von der anderen Erkrankung zu unterscheiden. Viele Virusinfektionen zB die Grippe gehen durchaus mit Fieber einher.

Zucker scheint bei bakteriellen Infektionen das Hauptproblem zu sein, während Protein- und Fettreiche Kost keine Nachteile im Mausversuch zeigte. Das heißt in meinen Augen: zwinge Dich nicht zum Essen, wenn Dein Körper nicht danach verlangt, faste aber auch nicht, wenn Du eigentlich Hunger und Appetit verspürst. Kurzfristig ist Fasten eher unbedenklich und eher gesund, aber achte darauf, nicht zu viel an Kraft und Substanz zu verlieren.

Aus Sicht des Ayurveda kann man diese Regel nur bedingt begreifen, da man hier die Symptome anschaut und es nicht die typische Erkältung gibt. Es reicht von trockenen Schleimhäuten oder wässrigem Naselaufen, Niesen und Augentränen (Vata) über Fieber und gelb-grünen Auswurf (Pitta) bis zu viel hellem Schleim, Kältegefühl und Abgeschlagenheit (Kapha) und entsprechend würde man gegensteuern. Bei Reizhusten, Naselaufen und leicht erhöhter Temperatur – Vata/Pitta wäre also vitalstoffreiche, warme Kost zB als Suppe eine gute Idee, während bei Kapha Fasten durchaus angesagt ist.

Fazit:

Die gute alte Hühnersuppe – vom freilaufenden Biohuhn versteht sich – ist also weiterhin für alle Fälle das Richtige.

Und auf zu viel ‚freien‘ Zucker zu verzichten, ist nicht nur bei Erkrankungen schlau.

Ansonsten höre auf Deinen Appetit und erzwinge nichts, solange es sich um einen überschaubaren Zeitraum handelt und Du nicht bereits aus anderen Gründen sehr geschwächt bist.

Trinke reichlich mindestens zimmerwarme Kräutertees und Wasser, das ist bei Viren und Bakterien wichtig.

Versorge Dich mit den nötigen Vitaminen und Spurenelementen, im Zweifel als Nahrungsergänzung

Aber am allerbesten beuge vor so gut es geht, siehe dazu hier:

hier:

und hier:

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Das Immunsystem stärken – Meine besten Tipps

Gar nicht erst krank werden oder möglichst schnell wieder fit.

Ich habe jetzt doch mal in meine verschiedenen ‚Schubladen‘ gegriffen, um Dir meine besten Tipps für bzw. gegen virale Erkrankungen zur Verfügung zu stellen.

Ziel ist ein starkes Immunsystem, um gesund zu bleiben und falls es Dich doch erwischt, natürliche Symptomlinderung, um schnell wieder auf die Füße zu kommen.

Pick Dir raus, was Dir gut tut und sorge für Dich, ohne dabei in Stress zu geraten, denn

Tipp Nr. 1

Sei so entspannt wie möglich denn Stress, Angst und schlechte Stimmung tut Deinem Immunsystem nicht gut.

Tipp Nr. 2 

Gehe so viel wie möglich raus in die Sonne und lass die Frühlingssonne Vitamin D  und gute Laune produzieren.

Wenn das aus irgendeinem Grund nicht geht, lass Deinen Blutspiegel überprüfen und ergänze wenn nötig.

Tipp Nr. 3 

Bewege Dich viel, möglichst in der Natur. Das geht auch zu Coronazeiten –  halte einfach ausreichend Abstand .

Tipp Nr. 4 

Schlafe ausreichend.

Tipp Nr. 5

Sorge für gute Gedanken, gute Gespräche, guten Input, gute Kontakte, die Dein Herz weiten.

Tipp Nr. 6

Halte Dein Immunsystem auf Trab, indem Du für ungewohnte Reize sorgst –  zB. Kaltwassergüsse, kalte Dusche, Arm- und Fußbäder

Wichtig: Immer wieder warm beenden.

Tipp Nr. 7

Ernähre Dich qualititativ hochwertig, frisch und vitalstoffreich, möglichst Bio und natürlich. Achte auch darauf, dass Du Dein Essen gut verdaust – der Ayurveda emp fiehlt zB vorwiegend  gekochtes Essen, da leichter verdaulich.

Natur: Vitalstoffbomben sind jetzt im Frühling Wildkräuter.

Tipp Nr. 8

Wenn Dein Immunsystem schon länger schwächelt, dann lass mal Deinen Mikronährstoffhaushalt überprüfen und ergänze zB Vit C, Vit D, Zink, Selen, B6…


Tatsächlich ist inzwischen aus den vielen Tipps ein Buch geworden! “Aktiviere Deine Selbstheilungskräfte” fasst das, was Du selbst nachhaltig für Dich tun kannst, zusammen. Allerdings etwas länger als ein Blogartikel…


Und wenn es Dich nun doch erwischt hat – muss ja nicht immer gleich Covid19 sein – dann heißt es bei Viruserkrankungen Symptome lindern und den Körper möglichst seine Arbeit machen lassen.

  • sorge für ausreichend Ruhe und Schlaf
  • sorge für Licht und frische Luft
  • ernähre Dich leicht und hör auf Dein Bauchgefühl – natürlich weiter möglichst ohne dass die Qualität leidet

verstopfte Nase:

  • am besten hast Du bereits durch Nasya bei der ayurvedischen Morgenroutine vorgesorgt. Inhaliere mit Kamille, Salbei, Eukalyptus, Thymian
  • trinke viel, mindestens Zimmerwarm
  • Meerretich (essen!) putzt durch und ist antiseptisch

Halsschmerzen:

  • halte den Hals warm.
  • Bei starken Schluckbeschwerden kann aber auch kalt Linderung verschaffen. Gurgle mit Kamille, Salbei, Thymian und Oreganotee
  • Trinke Schluckweise Ingwertee mit etwas Honig
  • Lutsche Halsbonbons – achte aber auf natürliche Inhaltsstoffe

Husten:

  • Inhalieren wie oben
  • Tees wie oben

Hustensaft :

a) Zwiebeln mit Honig ziehen lassen, Sud einnehmen

b) geriebenen Meerrettich mit Honig verrühren und einneh men

c) geriebenen Ingwer mit Honig einnehmen

Einreiben mit Salben, die äth Öle enthalten (Eukalyptus, Kampher…), ich persönlich finde Transpulmin pragmatisch gut, vor allem Nachts- macht auch die Nase frei.

Auflagen/Brustwickel mit Weißkohlblättern, Quark oder Kartoffeln

Fieber:

  • erstmal lassen – der Körper versucht, das richtige zu tun
  • aber spätestens bei 40°C oder wenn es über längere Zeit nicht sinkt, mit Wadenwickeln und ggf. apothekenpflichtigen Medikamenten senken

Gliederschmerzen:

  • in den meisten Fällen hilft Ruhe und Wärme
  • zB im Bett oder auch eine warme Badewanne zB mit Birkenblättern, Brennnesselblättern oder Fichtennadeln oder entsprechenden Erkältungs bädern
  • manchmal hilft allerdings auch Kälte –  fühle, nach was Dein Körper gera de verlangt, zB kalte Wickel an Armen oder Beinen (immer mit trocke nem Tuch abdecken)

Anschubser fürs Immunsystem und natürliche Mittel gegen Viren, Bakterien und Co:

  • Meerrettich
  • Kapuzinerkresse – aus den beiden gibt es auch einige Fertigpräparate
  • Zwiebel
  • Ingwer
  • Curcuma
  • Knoblauch
  • Echinacea

Sei nicht leichtsinnig –  Bei Atemnot, anhaltend hohem Fieber oder wenn Du das Gefühl hast, Du brauchst Hilfe, dann melde Dich bitte bei Deinem Arzt! Ruf Deinen Hausarzt an oder wähle die 116 117

Sorge für Dich und bleib in Deiner Mitte!

Hol Dir hier Deine Meditationen und Werkzeuge, um gleich loszulegen:

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Das Fundament oder Gesundheitsbasics Einführung

Wie im letzten Blog schon angedeutet, gibt es eine Menge Punkte, wo Du für Dich selbst und Deine Gesundheit ansetzen kannst.

Nämlich all das, was ich gerne zur gesundheitsfördernden Basis zähle und dessen verschiedene Puzzlesteine man vielleicht auch als eine Art Grundbedingung für funktionierendes menschliches Leben bezeichnen könnte:


1. Ernährung – was, wann, wie – Stichwort QUALITÄT – hier zählen heute in meinen Augen auch ganz explizit Mikronährstoffe hinein, denn trotz guter Versorgung oder sogar Überangebot an Makronährstoffen, scheinen heute nicht wenige Menschen an verschiedensten Mängeln zu leiden.

2. Schlaf –  die wenigsten bekommen genug erholsamen Schlaf.

… die Balance zwischen …

3. Bewegung – darüber braucht man eigentlich nicht mehr reden, das ist inzwischen fast überall angekommen, wobei es auch hier um das richtige Maß und das Wohlfühlelement geht.

… und …

4. Entspannung – bewußt und gezielt, nicht vorm Bildschirm. 

5. Das nicht-körperliche (das könnte etwas mehr werden :-) – hier geht es auch um Sinnfindung wer oder was bin ich? was will ich? fühle ich mich geliebt, anerkannt? 

Was auch dazu zählt, aber nicht isoliert betrachtet werden kann, da das alles in einandergreift und sich gegenseitig beeinflusst sind dann noch:

6. Verdauung/ Mikrobiom

7. Mikronährstoffe

8. Säure-Basen-Haushalt

Vieles davon klingt vielleicht banal und unwichtig, vielleicht denkst Du sogar, dass Du hier bereits gut auf Dich achtest. Leider beobachte ich immer wieder, dass genau diese einfachen Dinge in unserer Leistungsgesellschaft kaum noch wirkliche Beachtung finden. Wenn, dann werden sie oft gleich aufgebauscht und evtl. sogar vermarket, was dazu führt, dass man sich schon wieder anstrengen und Zeit freischaufeln muss, um ja alles ‚richtig‘ und gut zu machen. Schwupps, schon sind wir wieder im Leistungsdruck anstatt einfach mit Leichtigkeit gesund zu Leben.

Es ist wohl heutzutage machmal eine Gratwanderung, selbstwirksam und gesund zu leben und dabei auch noch Entspannung zu fördern – hier kommt Intuition und Bewusstheit ins Spiel.

Eine Modalität, die das oben genannte in meinen Augen wunderbar unterstützt und uns viele einfach Werkzeuge an die Hand gibt, uns besser kennenzulernen und uns gezielt zu unterstützen ist die Ayurvedische Medizin.

Auch wenn viele damit eine fremde, indische Heilkunst verbinden, die nur schwerlich in unseren westlichen Alltag integrierbar scheint, wage ich zu behaupten, dass sehr viele Menschen, wahrscheinlich auch Du – vor allem, wenn Du ein gutes Gefühl für Dich und Deinen Körper hast – ständig Ayurveda praktizieren, auch wenn es Dir nicht bewußt ist.

Der gedankliche Ansatz mit Elemetelehre etc, auf dem die vedische Lehre beruht, ist zwar ein anderer, als der wissenschaftlich geprägte Konsens, in dem wir heute groß werden. Wenn man sich allerdings darauf einlassen kann, merkt man schnell, dass es sich um ein intuitives Wissen handelt, das sich überall auf der Welt unabhängig von Religion anwenden lässt.

Auch wenn hier viele schon sehr viele Ansätze erwähnt sind, wie wir auch unserer Psyche und selbst unserer Seele etwas gute tun können, hat meine Erfahrung gezeigt, dass es manchmal trotz allem schwierig ist, an tiefere Schichten heranzukommen. Selbst Dinge, die wir schon 1000 mal ‚bearbeitet‘ haben, sind auf einer unbewußten, emotionalen Ebene immernoch wirksam und unberührt geblieben. Hier kann es hilfreich sein, sich zusätzliche Hilfe zu holen, um  mehr Leichtigkeit und Freiheit zu erzielen.  Ein effektiver Weg ist zB. über die Trance. Einen Zustand zwischen Wachheit und Schlafen, in dem wir entspannt und konzentriert zugleich sind. 

Es gibt seit Beginn der Menschheit viele Wege diesen Zustand zu erreichen, zB rhythmische Musik, Trommeln, Tanzen, Malen, schamanische Rituale und anderes. Heute würde man vermutlich meistens den ‚sicheren‘ Rahmen einer Hypnose oder eines Seminars vorziehen.

Wichtig ist bei allem, dass es Dein Weg ist, dass Du die Entscheidungen selbstbestimmt und informiert getroffen hast und triffst.

Im Leben gibt es sehr wenige Dinge, die einfach schwarz und weiß sind. Es gibt  so gut wie immer (ich würde sogar immer) verschiedene Möglichkeiten, für die Du Dich entscheiden kannst. Selbst wenn ich jetzt mal beim Thema Gesundheit bleibe und auch wenn es für auf den ersten Blick vielleicht absurd klingt, auch der Tod kann eine wählbare Option sein und ist es defakto für viele Menschen. Ich rede hier nicht mal von Selbstmord oder Freitod, sondern zB sich bewußt für ein möglichst würdevolles Sterben und gegen eine nebenwirkungsträchtige und nur eventuell nutzenbringende Therapie zu entscheiden. 

Wir müssen ständig Möglichkeiten gegeneinander abwägen und je bewußter wir das tun, desto eher können wir eine Entscheidung treffen, hinter der wir nach her mit Kopf, Herz und Bauch stehen können. Das gilt für alle Bereiche des Lebens.

Es geht hier auch um kleinere Entscheidungen. ZB sollten auch gesundheitsfördernde Maßnahmen, wie eine Ernährungsumstellung zu Dir passen. Lieber veränderst Du etwas in kleinen Schritten, so dass Du dahinter stehen kannst, es Dir bestenfalls sogar Spaß macht und es auch in Deinen Alltag passt, als mit der Holzhammermethode, im schlimmsten Fall noch aus Angst, Dein Leben so auf den Kopf zu stellen, dass Du Dich nicht mehr wohl fühlst.

Nicht falsch verstehen – auch das ist manchmal richtig und nötig –  aber dann spürt man das bestenfalls auch so.

Der wichtigste Punkt ist: Es ist Dein Weg – geh ihn so pragmatisch wie nötig und so freudvoll wie möglich!

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Ayurveda – Trotz Jahrtausende alter Tradition: hochmodern

Die Ayurvedische Medizin ist Teil der Jahrtausende alten Vedischen Schriften und dafür auch durch die WHO als das älteste, ganzheitliche und vollständige  Medizinsystem anerkannt. Es wird nach wie vor auf der ganzen Welt, vor allem in Asien praktiziert und ist nach WHO Schätzungen das System, dem sich der größte Anteil der Weltbevölkerung anvertraut.

Trotz seines Alters ist der Ayurveda heute relevanter als je zuvor. Der ganzheitliche Ansatz komplementiert die allopathische Medizin nicht nur perfekt, er hilft auch, deren unerwünschte Wirkungen zu lindern. 

Alles, was existiert, besteht nach der Ayurvedischen Lehre aus einer Kombination der 5 Elementarqualitaeten, Erde, Wasser, Feuer, Luft und Ether. Alles steht miteinander in Verbindung und beeinflusst sich gegenseitig.

Der Mensch ist ebenso Teil dieses Ganzen. Jeder  Mensch ist mit einer individuellen Kombination dieser Elemente geboren.  Um den Umgang damit etwas zu vereinfachen, werden die so verteilten Elemente durch die Konstitutionstypen -den Doshas-  Vata, Pitta und Kapha ausgedrückt.

Sind diese angeborenen Eigenschaften im individuellen Gleichgewicht, besteht Gesundheit – auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene. Das bedeutet aber auch, dass Gesundheit für jeden Menschen etwas Individuelles ist.

Je nachdem wie weit wir uns z.B. durch falsche Ernährung, Lebensgewohnheiten, Stress und Krankheit von diesem Equilibrium entfernt haben, gestaltet sich der Weg zurück zu Gesundheit einfach oder schwierig. Oft ist es erstaunlich, wie wenig nötig ist, um zum vollen Potential zu gelangen. Manchmal wiederum ist die Krankheit schon so weit fortgeschritten, dass der Weg zurück sehr langwierig sein kann oder nur noch Linderung möglich ist. 

Aber Hilfe und Anleitung zur Selbsthilfe kann die Ayurvedische Medizin immer bieten. Durch den Ayurveda lernt man sich selbst besser kennen und kann so seine vermeintlichen Schwächen in Stärken umwandeln, anstatt zu sie zu bekämpfen. Es handelt sich weniger um ein intellektuelles Verstehen einer komplexen Theorie, sondern vielmehr um ein erspüren oder begreifen des eigenen Zustands und der Umstände.

Um dieses Potential voll auszunutzen, ist allerdings Dein Wille und Einsatz gefragt. Ich bin überzeugt, dass echte Heilung niemals von Aussen kommt. Es können immer nur die jedem eigenen Selbstheilungskräfte und die innere Weisheit angeregt und unterstützt werden.

Und – sich ayurvedisch zu ernähren, heisst nicht nur noch Curry! 

Es kommt vielmehr auf eine ausgewogene, frische, biologische und typgerechte Ernährung an. Wichtig ist – wie überall- das ganze mit Leichtigkeit und Spass anzugehen. Zwang und Druck, oder Angst, etwas falsch zu machen, bewirken Stress, der wiederum Krankheit hervorruft. Das Gefühl für das eigene Wohlbefinden (wieder-) zu entdecken, darum geht es im Ayurveda.

Ich kombiniere die alten Ansätze oft mit neuen Diagnoseverfahren und modernen, gezielten Therapien sowie anderen Modalitäten wie zB. Hypnose um schnellere Erfolge zu erzielen.

Dies widerspricht der alten Lehre keinesfalls –  schon Sushruta, einer der Schriftführer des antiken Ayurveda, sagte, dass man alles, was dem Menschen nutzt integrieren soll, auch wenn es vom schlimmsten Feind stammt.

Die Ayurvedische Medizin hat ihre Stärken überall da, wo die moderne Medizin wenig zu bieten hat, bzw. nicht ursächlich behandelt, zB:

  • chronische Erkrankungen
  • Psychosomatische Probleme
  • Stressfolgen (Burn-out)
  • unklare Befindlichkeitsstörungen 
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Reduktion von Nebenwirkungen allopathischer Therapien
  • Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung
  • Wechseljahrsbeschwerden und anderen frauenheilkundlichen Problemen
  • Altersheilkunde

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Fastenzeit? Fastenzeit! Teil 4

Im heutigen letzten Teil dieser kurzen Serie möchte ich noch ein paar andere bekannte Arten des Fastens ansprechen. Hier handelt es sich durchweg um sogenannte Fastenkuren, also eine Umstellung bzw. ein Verzicht auf (bestimmte) Nahrungsmittel über einen längeren Zeitraum hinweg, die allesamt unter dem Begriff des Heilfastens laufen.

Gefastet werden kann je nach Konstitution von wenigen Tagen bis zu einem Monat, was natürlich auch tiefgreifende Effekte auf Psyche und spirituelles Erleben haben kann und dies meist auch zum Ziel hat. Der Verzicht auf feste Nahrung oder auch nur bestimmte Nahrungsmittel über einen solchen Zeitraum erfordert eine ungeheure Willensstärke und Motivation. Aber selbst für eine kürzere Kur muss man doch etwas Zeit einplanen und auch einiges an Organisatorischem.

Meist erfolgen begleitend gezielte Reinigungsmaßnahmen wie Einläufe, Leberwickel und Schwitzbäder.

Der Erfolg ist allerdings meist drastisch und kann bei guter Anleitung Linderung bei vielen Erkrankugen bringen. 

Eine Kur länger 5-7 Tage sollte allerdings durch einen Fastenarzt oder erfahrenen Therapeuten begleitet werden. Ebenso wenn bei Dir eine Diagnose vorliegt. Erst wenn Du schon einige Erfahrung sammeln konntest und weißt, was zu beachten ist, kannst Du das in Eigenregie durchführen.

Da ich nicht bei allen ins Detail gehen kann – das würde den Rahmen sprengen – will ich Dir nur ein paar Grundlagen dazu erläutern, so dass Du schauen kannst, ob davon eventuell etwas Dein Interesse weckt.

Dann kannst Du im unerschöpflichen Internet weiterforschen oder auch gerne nochmal bei mir nachfragen.

  • Die traditionelle Variante ist der komplette Verzicht auf Nahrung und Energiezufuhr. Es wird also nur Wasser und bestenfalls Kräutertee getrunken. Da dies aber für viele Menschen zu zehrend ist, gibt es unzählige ‘weichere’ Varianten.
  • Beim Heilfasten nach Otto Buchinger wird die Energiezufuhr deutlich reduziert. Gemüsebrühe, Säfte und etwas Honig sind erlaubt. Hinzu kommen Einläufe zur Darmreinigung, täglich körperliche Bewegung, Trockenbürsten und Leberwickel
  • Beim Fasten nach FX Mayr geht es viel auch um das bewusste Kauen und Einspeicheln der Nahrung bei gleichzeitiger Entlastung der Verdauung. Bekannt ist diese Kur auch als die „Milch-Semmel-Diät“.
  • Beim Saftfasten werden Obst- und Gemüsesäfte getrunken, frisch hergestellt und , wie etwa bei der Breuß-Kur.
  • Auch die ayurvedische Pancha Karma Kur hat sich der Reinigung des Körpers verschrieben. Hier kommen zusätzlich zu Anregung der Verdauung und Schonkost diverse Ausleitungsverfahren und Massagen
  • Basenfasten wiederum ist kein Fasten im eigentlichen Sinn, da man sich während der Kur satt essen kann. Erlaubt sind vitalstoffreiche und vor allem basenbildende Mahlzeiten aus frischem Gemüse und Kräutern sowie Obst und gute Fette und Öle. Diese Art der Ernährung kann und sollte durchaus auch über einige Wochen durchgeführt werden, da sie nährend ist und gleichzeitig den Organismus entlastet.

Zum Abschluss noch ein Rezept für eine basische Suppe, die sich auch super für die Tage vor und nach dem Intervallfasten eignet.

Hippokrates Suppe:
4 Stiele vom Staudensellerie
1 Zehe Knoblauch
2 mittelgroße Zwiebeln
0,5-1 kg Tomaten (Stielansatz herausschneiden)
0,5 kg Kartoffeln
ca. 3 Stengel Petersilie
1-7 Gewürznelken
ggf. noch eine kleine Petersilienwurzel

Alle Zutaten zerkleinern, in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und ca. 1,5 Stunden leicht köcheln lassen.

Wenn Du gerne mehr Rezepte hättest, Deine Erfahrungen teilen möchtest oder Fragen hast, dann schreib einfach hier in die Kommentare oder schick mir eine Mail an petra@drpetrabarron.de. 

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Fastenzeit? Fastenzeit! Teil 3

Ist Dir das Fasten über Nacht schwer gefallen? Oder hast Du es am Ende gar nicht geschafft?

Zugegeben, auch für mich war der Anfang schwer. Auch ich kämpfe immer wieder gegen meinen inneren Schweinehund und wünsche mir, ich wäre mit einem stärkeren Willen ausgestattet…

Aber es ist wie mit vielem im Leben. –  Du musst es wollen und Du brauchst ein Ziel, das Deine Motivation anheizt, dann ist der Anfang gemacht! Hier zählt auch die bessere Figur im Bikini, wenn Gesundheit im Moment auch so zu laufen scheint. :-)

Alles andere ist Übung und auch das Spüren dessen, was es bewirken kann.

Deshalb heute die in meinen Augen nächsteinfache Form des Fastens: Das intermittierende Fasten oder auch Intervallfasten. Genaugenommen zählt auch das Weglassen einer einzigen Mahlzeit, wie im letzten Teil beschrieben, schon zu dieser Form des Fastens, aber es läßt sich eben noch sinnvoll steigern.

Wenn Dir die 14-15 Stunden gelungen sind, ist das auch nur ein kleiner weiterer Schritt.

Das Intervall-Fasten läßt sich ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren. –  Ausreden oder ewiges Aufschieben haben hier also nicht viel Gewicht….

Beim Intervall-Fasten verlängerst Du nämlich die Fastenperidode einfach um einen ganzen Tag. Und das machst Du dann ein oder zwei Tage pro Woche. Wobei Dein Körper so schlau ist, dass er sich darauf einstellt, wenn Du es immer am gleichen Tag z.B. dem Montag einplanst. Besser ist also die Tage abzuwechseln, so kannst Du auch um Einladungen etc. herumplanen, ohne auf etwas verzichten zu müssen.

Du darfst soviel trinken wie Du möchtest, möglichst kalorienarm, also Wasser, ungesüsster Kräutertee. Wenn Du vor allem am Anfang das Gefühl hast, doch etwas mehr zu brauchen, geht auch verdünnter Fruchtsaft oder Gemüsebrühe (aber bitte eine selbstgekochte oder eine ohne schädliche Geschmacksverstärker, modifizierte Stärke etc. oder viel Zucker und Salz).

Da deine Verdauung in dieser rel. kurzen Zeit nicht gedrosselt wird, brauchst Du auch nicht wirklich einen Kostaufbau zu beachten. Natürlich macht es aber Sinn und erweitert das gesunde Verhalten auch noch, den Tag davor und danach leichte Kost und vor allem Gemüse zu essen.

Die Effekte sind hier tatsächlich recht schnell spürbar: Man fühlt sich klarer und leichter, das Körperempfinden verbessert sich und über die Zeit ist auch eine Gewichtsabnahme zu verzeichnen. Oft regulieren sich Verdauungsprobleme, allerdings kann es sein, dass Du an den Fastentagen abends auch früher müde bist, dafür aber besser schläfst (und länger :-). Auch Heißhungerattacken an den Nicht-Fasten-Tagen verschwinden zumeist!

Im Tierversuch hat sich das Intermittierende Fasten als mindestens genauso effektiv herausgestellt, wie lange Fastenkuren – und das ohne den großen Aufwand!

Wenn es Dir sehr schwer fällt, wirf trotzdem nicht gleich die Flinte ins Korn. Du darfst ruhig am Anfang auch noch schummeln, das hilft Dich an die Umstellung zu gewöhnen. So kannst Du z.B. statt mit einem Fastentag zunächst einen Smoothie oder Suppentag einlegen, dann begreift Dein Verstand schon mal, dass es Tage gibt, an denen es nicht nach Schema F läuft und der nächste Schritt fällt dann leichter.

Diese Art des Fastens kannst Du –  und ich kann es nur empfehlen!- einfach durchgehend ein Leben lang anwenden.

Vorsichtig sein solltest Du nur, wenn Du zu niedrigem Blutdruck oder Unterzucker mit Schwindel und  Blackouts neigst oder schwanger bist. Wenn Du bereits eine Diagnose hast und unsicher bist, dann frag lieber Deinen Arzt oder schreib in die Kommentare oder an mich.


Anmerkung: In diesem Video findest du noch einen ergänzenden Hinweis zum Intervall-Fasten.

» Video ansehen


Fastenzeit? Fastenzeit! Teil 2

Was also ist Fasten eigentlich?

Die meisten Menschen denken dabei sofort an Hungern, den völligen Verzicht auf Nahrung für einen begrenzten Zeitraum. Diese Variante ist möglich, aber wahrscheinlich auch die anstrengendste und die, die viele (mich eingeschlossen) abschreckt.

Tatsächlich ist der völlige Verzicht auf Nahrung nur für wenige Menschen wirklich geeignet, bzw. nur für sehr kurze Zeit, wie z.B. beim Intervallfasten (darauf gehe ich später nochmal ein!)

Glücklicherweise gibt es viele andere Varianten des Fastens, bei denen auf verschiedene Arten doch Kalorien und Nährstoffe zugeführt werden, was meist leichter umzusetzten ist und dennoch für effektive Entgiftung und Entschlackung sorgt. ZB. das Basenfasten, Fastsaften, Smoothiefasten, Mayr-Fasten…..

Das Ziel des Fastens ist aber immer, den Körper zu entlasten, so dass dieser vermehrt zum Reparieren und Aufräumen angeregt wird. Diese zelleigene Müllvernichtung nennt sich Autophagie. Dabei wird dafür gesorgt, dass Abfallstoffe in der Zelle selbst recyclet werden. Natürlich werden aber auch ganz direkt Verdauungsorgane und Leber entlastet, was sich auf unsere Darmgesundheit und damit unser Immunsystem auswirkt. Außerdem switcht, sobald die Zuckerreserven der Leber aufgebraucht sind, der Stoffwechsel auf Fettverbrennung. Die dabei entstehenden Ketonkörper wirken schützend auf unsere Zellen und vor allem auf unser Nervensystem. 

Auch das Lymphsystem fährt sozusagen ein Selbstreinigungsprogramm und der gesamte Organismus wird frischer und sieht sofort besser aus. Du wirst wahrscheinlich auch direkt spüren, wieviel leichter und klarer sich alles anfühlt, auch Deine Gedanken und Gefühle, selbst dann, wenn Du Dich jetzt rein auf den Körper konzentrierst. Dessen Signale zu hören wird übrigens auch wieder einfacher, was es, wie bereits gesagt, deutlich leichter macht, Dinge nach einer Fastenkur umstellen.

Fasten wirkt also tatsächlich wie ein Frühjahrsputz und hat wissenschaftlich nachgewiesen positive Effekte auf die sog.  Zivilisationserkrankungen wie Rheuma, hohen Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes, Reizdarm und viele andere Krankheiten, die in Zeiten, als Hunger noch ein Teil des Lebens war, weitgehend unbekannt waren. Vermutlich ist unser Körper evolutionsbedingt auch einfach noch auf regelmäßige Hungerphasen ausgerichtet.

Damit Du heute schon etwas umsetzten kannst, hier die allereinfachste Form des Fastens: Bereits nach ca. 14 Stunden stellt unser Körper den Stoffwechsel um, also kannst Du einfach die Zeit über Nacht, in der Du nichts isst, auf mindestens diesen Zeitraum verlängern. Am besten indem Du früh und leicht zu Abend isst und erst am nächsten Morgen wieder ebenfalls leichtverdauliche Nahrung zu Dir nimmst.

Am besten Du rechnest von Deiner gewöhnlichen Frühstückszeit 15 Stunden zurück.

Es geht zwar auch anders herum, also ein spätes oder ausgefallenes Frühstück, aber die Erfolge sind anders herum meist besser. Getreu nach dem althergebrachten Motto ‘morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann’ kann man dieses kurze Fasten eigentlich auch gleich beibehalten……..


Anmerkung: In diesem Video findest du noch einen ergänzenden Hinweis zum Intervall-Fasten.

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Fastenzeit? Fastenzeit! Teil 1

Spürst auch Du mit den länger werdenden Tagen das Bedürfnis nach etwas Frische und Leichtigkeit? Hast Du das Gefühl, dass es Zeit für einen körperlichen Früjahrsputz ist? Ich schon! Das fasziniert mich jeden Frühling, wie klar die Signale des Körpers sind, wenn man zuhört.

Und mit der richtigen Einstellung und etwas Know-how im Fastendschungel hat es noch nichtmal unbedingt etwas mit Verzicht zu tun. Trotzdem ist der Nutzen direkt spür- und sichtbar. Ganz nebenbei schmilzt der Winterspeck und auch unserem Geist tut das Loslassen auf direktem Wege gut. Was für ein wichtiger Jungbrunnen das Fasten ist, wird auch wissenschaftlich immer wieder bestätigt. 

Wenn Du Lust darauf hast, dann habe ich hier eine kleine Serie zum Thema zusammengestellt, die Dir einen Einstieg ins Thema geben und natürlich auch ein paar Dinge, die Du ganz leicht, ohne große Planung umsetzen kannst. Wenn Du den nächsten Teil nicht verpassen möchtest, kannst Du diese Seite einfach abonnieren.

In allen großen Religionen, aber auch in sämtlichen traditionellen Gesundheitssystemen finden wir das Fasten, in verschiedenen Variationen. Und das genau ist ein GANZ WICHTIGER PUNKT: ES GIBT VIELE ARTEN ZU FASTEN! Egal, was auch immer Du schon gehört hast, keine davon ist absolut richtig oder absolut falsch – lass Dich nicht verunsichern, das führt nämlich höchstens dazu, dass Du gleich gar nicht erst loslegst.

Was für Dich das Richtige ist, hängt nämlich ganz einfach davon ab, was dich anspricht und was Du machen möchtest. Nur bei einigen gesundheitlichen Problemen, wie Diabetes oder wenn Du Medikamente einnehmen musst, solltest Du vorher mit Deinem Arzt sprechen. Allerdings gibt es auch hier immer Möglichkeiten, den Stoffwechsel zu entlasten, ohne daß es furchtbar kompliziert sein muss.

Warum also gerade im Frühjahr fasten?

Der Winter ist traditionsgemäß eine Zeit, in der wir uns meist weniger körperlich betätigen, die Tage sind kurz, wirklich frische Nahrung Mangelware und auch der Appetit steht im Winter den meisten Menschen eher nach schwerer Kost und Ruhe.

Laut Ayurvedischer Medizin sammelt sich auch durch das kühle und feuchte Wetter Kapha und Schwere an, die dann im Übergang zum lichtreicheren Frühling wieder schmilzt und ausgeleitet werden sollte.

Dazu kommt, dass pünktlich mit der ersten Frühlingssonne auch die ersten zarten regionalen Superfoods ihre Köpfe aus der Erde strecken. Die frischen, jungen Kräuter sind voller Mikronährstoffen und laden uns regelrecht ein, unseren inneren Frühlingsputz zu beginnen. Letztendlich ist es aber einfach so, dass es im restlichen Jahr wahrscheinlich auch nicht einfacher ist, mal den Pausenknopf zu drücken und sich etwas Gutes zu tun, warum dann nicht jetzt, wo man sogar noch am ehesten auf Verständnis stößt, wenn man die Fastenzeit einhält!

Lust bekommen? Dann überlege doch bis morgen mal, was Du gern durch Fasten erreichen würdest. Wie fühlst Du Dich gerade und wie hättest Du es gerne? Könntest Du an Deiner Ernährung gerade mal noch ein paar Dinge zum Guten hin verändern? Schreib mir auch gern, was Dir dazu einfällt und ob Du konkrete Fragen dazu hast.

Fasten ist zwar auf einen gewissen Zeitraum beschränkt, aber the good news is, dass eine dauerhafte Verbesserung der Essgewohnheiten nach einer Fastenkur meist fast automatisch von Statten geht.

Erkältungszeit

Das Wetter wechselt zur Zeit, als wäre es bereits April. Am Sonntag Schnee und heute 10 Grad und knöcheltiefer Matsch.
Abgesehen davon, dass es nicht nur mir jetzt mal reicht, morgens vor dem Stall mit den Stiefeln stecken zu bleiben, ist das jetzt auch eine Zeit, in der viele von uns besonders anfällig sind für unerwünschte Erkältungen. Die Nase läuft oder ist so verstopft, dass man sich wünscht, sie würde lieber laufen, im Hals kratzt es und irgendwie ist man einfach nicht so fit wie sonst.

Wenn es Dich schon erwischt hat, dann rate ich Dir vor allem, Dir ausreichend Ruhe zu gönnen. Auch wenn Du das Gefühl hast, weitermachen zu müssen – so schlimm ist es ja nicht… – bist Du ziemlich sicher schneller wieder auf dem Damm und damit auch wieder leistungsfähiger, wenn Du mal ein, zwei Tage einen Gang runterschaltest und viel, viel schläfst (das tun die meisten sowieso chronisch zu wenig, vor allem im Winter).

Ayurvedisch gesehen ist eine Erkältung eine Ansammlung von Kälte, also den Doshas Vata (trocken kalt)  und/oder Kapha (nass/kalt), die sich über den Winter angereichert haben. Entsprechend muss man auch unterscheiden zwischen einem richtigen, schleimigen Schnupfen mit Schweregefühl, also eher Kapha  und einer trockenen Reizung der Schleimhäute mit Husten, Heiserkeit, trockener, borkiger Nasenschleimhaut und Gliederschmerzen, eher Vata. Wenn Du nicht rechtzeitig gegensteuerst, kann sich noch mit Fieber und Entzündung das feurige Pitta dazugesellen – spätestens dann ruhst Du notgedrungen aus.

Der erste Schritt wäre also, sich vor Kälte zu schützen und das aggravierte Dosha entsprechend zu beruhigen. Ebenso das innere Feuer – agni – zu stärken. Also keine schwerverdaulichen, kalten Speisen (Brot, Käse, gebratenes, Rohkost), sondern lieber leichte, warme Kost wie z.B. die gute alte Hühnersuppe, Eintöpfe, gedünstetes Gemüse etc.

Unterstützend wirken auch Gewürze wie Kurkuma mit Pfeffer, Knoblauch, Nelke, Zimt, aber auch kleine Mengen guten Honigs – allesamt übrigens auch antimikrobiell.

Aus dem Repertoire der heimischen Kräuter ist an Salbei (Halsschmerzen), Thymian (Husten) und auch abwehrsteigendem Echinacea zu denken. Oft hilft auch bei ganz verstopfter Nase vor allem nachts eine Salbe zum Einreiben mit Campher, Eukalyptus und Pfefferminze oder das Inhalieren mit Thymian, Kamille und den o.g. Kräutern oder ätherischen Ölen.

Abends vor dem Einschlafen kann ein wechselwarmes Fußbad á la Pfarrer Kneipp sehr hilfreich sein: warm starten, dann kalt und zum Abschluss immer warm und mit Baumwollsöcken ins kuschlige Bett.

Wenn die Erkältung gerade erst am Aufziehen ist, kann auch ein Saunagang  mit anschließender Ruhe nochmal den Rückwärtsgang einlegen. – Vorsicht: Danach nicht auf dem Heimweg grade wieder auskühlen!

Falls Du noch gesund bist und es auch bleiben willst, gibts in diesem Blog-Beitrag Tipps zur Immunstärkung und Abhärtung.

Erkältungszeit und Immunstärkung

Na, wieder fit? Oder immer noch gesund? Prima!
Dann möchte ich heute, wie versprochen, hier ein paar bewährte, erfahrungsheilkundliche Methoden teilen, wie Du Dein Immunsystem dauerhaft auf Trab hältst und hoffentlich in Zukunft noch weniger krank wirst.
Das läßt sich natürlich immer noch optimieren, aber ich glaube, wenn ich heute mit allem ankomme, was wir für unsere Gesundheit tun können, wird ein Buch daraus. :-) Daher ein paar einfach umzusetzende Tipps zur Immunstärkung und Abhärtung gegen Erkältungen.

Tatsächlich ist inzwischen aus den vielen Tipps ein Buch geworden! “Aktiviere Deine Selbstheilungskräfte” fasst das, was Du selbst nachhaltig für Dich tun kannst, zusammen. Allerdings etwas länger als ein Blogartikel…


Wie der Name Erkältung schon sagt, bekommt man diese nervigen Virusinfekte meistens bei kaltem Wetter bzw. wenn man sich unterkühlt hat. An der Uni haben wir zwar noch gelernt, dass es sich rein um eine Ansteckung mit über die Luft verbreiteten Viren handelt, vor allem beim im Winter häufigen Aufenthalt in Räumen, aber auch da hat man eingelenkt, dass bei kalter Luft, die Schleimhäute mangels guter Durchblutung anfälliger sind usw. und wir alle wissen, dass es vor allem bei wechselndem Schmuddelwetter viele Menschen trifft.
Dem würde auch die Ayurvedische Medizin zustimmen, da die Kälte die Doshas Vata und Kapha aggraviert und damit anfälliger macht. Es ist also mal wieder ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Spannend hier auch der Fakt, dass kalte Hände und Füße zu einer reflektorischen Durchblutungsminderung der Schleimhäute führen –  es hängt eben doch alles zusammen!

Und da haben wir auch schon den ersten Punkt, wo wir ansetzen können: Abhärtung! Ein altbewährtes Konzept, bei dem es nicht darum geht, sich regelrecht zu quälen – nach dem Motto „was uns nicht umbringt, macht uns härter“ – sondern sanft, aber kontinuierlich den Körper an Temperaturwechsel zu gewöhnen und die Durchblutung und Anpassungsfähigkeit zu trainieren. Das heißt, man setzt sich freiwillig immer wieder kontrolliert gewissen (Temperatur-) Reizen aus, um den Körper daran zu gewöhnen und stabiler zu machen. Dafür eignet sich z.B. der regelmäßige Saunabesuch, die bekannten kneippschen Anwendung mit wechselwarmen Fußbädern und Güssen, z.B. ganz simpel nach der heißen Dusche, nochmal kalt abduschen. Im Extrem kann man natürlich auch Winterschwimmen betreiben oder (das ist gar nicht so schlimm :-) auch mal bei kaltem Wetter barfuß laufen.
Wichtig ist: immer zum Abschluss wieder warm zu sein!

Auch moderater, regelmäßiger Sport ist nicht zu vergessen, am besten im Freien – ein Hund wirkt hier Wunder….

Außerdem können wir dafür sorgen, dass unser Körper und damit die Doshas möglichst immer in  Balance sind.
Also gerade jetzt auf die ersten Anzeichen achten, wie Abgeschlagenheit, trockene Schleimhäute, Hustenreiz etc. und direkt gegensteuern mit mehr Ruhe, warmem Kräutertee, einem warmen Bad, Ölziehen und Nasyas usw.

Auch braucht der Körper die nötigen Bausteine, um ein funktionierendes (Immun-) System auf die Beine zu stellen. Hier hat sich gezeigt, dass Säugetiere, die ihr Vitamin C noch selbst herstellen und es nicht wie wir (und die Meerschweinchen) von außen aufnehmen müssen, massive Schwankungen in der Produktion haben, je nach Bedarf.

Also ist es durchaus wahrscheinlich, dass auch wir in solchen vulnerablen Phasen deutlich mehr davon benötigen, als irgendwann einmal anhand von Durchschnittswerten und Statistiken (wenn überhaupt) festgelegt wurde. Auch Zink macht durchaus Sinn, am besten nach vorheriger Blutspiegelbestimmung.

Eine gute Versorgung mit Vitamin D ist ebenfalls von Nutzen, vor allem vor dem Hintergrund, dass sehr viele Menschen in Deutschland vor allem im Winter unterversorgt sind. Hier lohnt es sich aus vielerlei Gründen, auf die ich gerne ein andermal eingehe, den Blutspiegel bestimmen zu lassen und ggf. (höchstwahrscheinlich !) ein Vitamin D Präparat einzunehmen. Ein optimaler Spiegel liegt übrigens bei 40-60µg/l, je nach Quelle sogar noch höher.

Ebenso empfehle ich vor allem im Winter die Einnahme eines möglichst natürlichen Multivitaminpräparats, um einfach einmal den Rundumschlag zu machen. Ich persönlich bevorzuge hier Frischsaftkonzentrate über Pillen, um so nah es geht, an der Natur dranzubleiben. Auch grüne Smoothies über das Jahr mit saisonalem Gemüse und Obst sind eine gute Sache. Hier kann man auch die ganzen ‘Abfälle’, wie Karottengrün, Kohlrabiblätter etc. verwerten. Qualitativ hochwertige, frische Nahrung ist natürlich insgesamt sehr sinnvoll.

Jetzt merke ich, dass ich doch in die allgemeinen Gesundheitstipps reinrutsche und noch eine ganze Menge schreiben könnte, aber das verteile ich lieber, auf mehrere Blogs. ;-)

Bleibt gesund und munter und genießt das Winterwetter, das uns jetzt für ein paar Tage erreicht!